Tätigkeitsbereich

Austauschen & vernetzen

Im Tätigkeitsbereich «austauschen und vernetzen» fördert die RZU den Informations- und Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit in ihrem Mitgliederkreis. Zu den Gefässen und regelmässigen Veranstaltungen in diesem Bereich gehören die RZU-Werkstatt Regionalplanung, der RZU-Erfahrungsaustauschprozess (Erfa), die Sondierungsanlässe sowie die thematischen Arbeitsgruppen. Zur Förderung von Austausch und Vernetzung engagiert sich die Geschäftsstelle RZU auch aktiv in den Gremien der Mitgliedsregionen und des Kantons Zürich sowie in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten.

Expert*innen-Plattform

RZU-Werkstatt Regional­planung

Seit 2011 führt die RZU die Werkstatt zur Regionalplanung durch. Diese Expert*innen-Plattform unterstützt den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Regionalplanenden aller Zürcher Planungsregionen und dem Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich.

Aktuell beteiligen sich folgende Regionalplanenden regelmässig an der RZU-Werkstatt:

Barbara Schultz und Claude Benz nehmen als Vertreter*innen des Amts für Raumentwicklung des Kantons Zürich (ARE) an den Werkstattsitzungen teil.

Schwerpunkte sind Themen der Regionalplanung und konkrete Herausforderungen in der Erarbeitung der regionalen Richtpläne. Zudem werden auch inhaltliche und räumliche Schnittstellen zwischen den Regionen diskutiert. Die RZU-Geschäftsstelle ist für die Organisation, Moderation und Protokollierung der Werkstatt Regionalplanung sowie für die Koordination mit der RZU-Regionspäsidienkonferenz verantwortlich.

Thematische Arbeitsgruppe

Planerischer Umgang mit dem Freizeitverkehr

➤ Bestandteil von Schwerpunkt 2 | Gemeinsam den Agglomerationsverkehr der Zukunft entwerfen

Die Arbeitsgruppe setzt sich mit Fragestellungen und möglichen Lösungsansätzen auseinander, die sich im Hinblick auf den planerischen Umgang mit dem Freizeitverkehr ergeben. Dabei geht es unter anderem um die ÖV-Erschliessung von Erholungshotspots zu Spitzenzeiten und die Parkierung.

Am 04.11.2025 führte die RZU einen Sondierungsanlass zum Thema Freizeitverkehr durch. Ausgangspunkt bildeten aktuelle Erkenntnisse aus dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr sowie aus der Studie Mobilität in Deutschland (MiD). Zusammen wurden die Erfahrungen aus der Praxis reflektiert und zentrale Fragestellungen diskutiert. Die Ergebnisse werden zuhanden des RZU-Vorstands aufbereitet, der das weitere Vorgehen der RZU zum Thema Freizeitverkehr bestimmen wird.

Unterstützung von Mitgliedsregionen und Förderung des Informationsaustausches

Mitarbeit in den Gremien der Mitgliedsregionen

Die Geschäftsstelle RZU beteiligt sich aktiv an Geschäftsleitungs- und Vorstandssitzungen sowie an Dele­gierten­­­versammlungen der RZU-Mitgliedsregionen. Sie unterstützt die Regionen in beratender und moderierender Funktion und leistet einen Beitrag an den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Planungsregionen. Folgende Fachberaterinnen und Fachberater unterstützen die RZU-Mitglieds­­­regionen:

Gremienbezogene Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich

Mitarbeit in kantonalen Gremien und Veranstaltungen

Mitarbeitende der RZU-Geschäftsstelle wirken ausserdem in folgenden Gremien des Kantons Zürich mit:

  • Planungsforum des kantonalen Amts für Raumentwicklung (ARE) (Ansprechperson RZU: Maren Peter)
  • Begleitgruppe Schutzverordnung Zimmerberg – Knonauer Amt (ALN) (Ansprechperson RZU: Anna Domeniconi)
  • Steuerungsausschuss Plattform Zürichsee (AWEL, ARE und ALN) (Ansprechperson RZU: Anna Domeniconi)
  • Workshops des Amts für Mobilität (AFM) zur Weiterentwicklung der regionalen Richtpläne, Kapitel Verkehr (Ansprechperson RZU: Eva-Maria Kopf)
  • Austausch zwischen den Projektleiterinnen der RZU und Vertreter*innen der Abteilung Raumplanung des kantonalen Amts für Raumentwicklung (ARE) (Ansprechperson RZU: Maren Peter)

Förderung der externen Vernetzung

Mitarbeit in externen Gremien und Arbeitsgruppen

Die Geschäftsstelle RZU bringt ihre Expertise in folgende Gremien und Prozesse ein:

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen & vernetzen»

Umsetzung der Ziele der klimaangepassten Siedlungs­entwicklung in den Bau- und Zonenordnungen (2024–2025)

Am 08.04.2024 hat der Kantonsrat die Revision des Planungs- und Baugesetzes betreffend klimaangepasste Siedlungsentwicklung in der Schlussabstimmung angenommen. Die entsprechenden Revisionen des Zürcher Planungs- und Baugesetzes (PBG) sowie weiterer Gesetze und Verordnungen wurden auf 01.12.2024 in Kraft gesetzt. Auf diesen Zeitpunkt veröffentlichte das kantonale Amt für Raum­entwicklung eine Arbeitshilfe mit Musterbestimmungen: Umsetzungshilfe «Klimaangepasste Siedlungsentwicklung». Diese Grundlagen und verschiedene themati­sche Veranstaltun­gen wie z.B. die RZU-Weiterbildungsveranstaltung vom 19.09.2024 trugen massgeb­lich dazu bei, Unsicher­heiten bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zur Klimaanpassung vorab zu klären.

Vor diesem Hintergrund beschloss der Vorstand an der Sitzung vom 27.03.2025, dass auf die Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Ziele der klima­ange­passten Sied­lungsentwicklung in der Bau- und Zonenordnung verzichtet wird. Bei Bedarf durch die Mitglieder könnte später jedoch ein Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der klima­angepassten Siedlungs­ent­wicklung in der BZO durchgeführt werden (➤ Mitgliederbereich-Beitrag)

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen & vernetzen

Zukunft EFH – Einfamilienhausquartiere revitalisieren (2023–2024)

Der Bau neuer Einfamilienhäuser (EFH) boomte zwischen 1970 und 2010 und steigerte so den Anteil von EFH am Gebäudebestand (mit Wohnnutzung) schweizweit von damals 40 auf heute 57%. Selbst im urban geprägten RZU-Gebiet macht der Anteil der EFH heute 46% aus – aber nur 12% aller Wohnungen. Für die anstehende Erneuerung sind neben baulichen Fragen v.a. die Lebenssituation und die finanziellen Möglichkeiten der Bewohnerschaft relevant. Gemeinden wiederum stehen vor der Aufgabe, die Entwicklung zu steuern. Dabei haben sie in EFH-Quartieren die Option bestehende Qualitäten zu sichern oder diese Gebiete zu verdichten, damit sie deutlich mehr Einwohner*innen aufnehmen können.

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Fotos: © Witali Späth, RZU

2023-2024 führten die RZU und die EBP Schweiz AG das Projekt Zukunft EFH – Einfamilienhausquartiere revitalisieren durch, unter anderem basierend auf Erkenntnissen aus dem Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (2015–2018). Das Projekt Zukunft EFH verfolgte das Ziel, Gemeinden bei der (Nutzungs-) Verdichtung ausgewählter EFH-Quartiere zu unterstützen sowie älteren Hauseigentümer*innen konkrete Optionen zum Umgang mit ihrem Wohneigentum aufzuzeigen. Dazu wurden ein handlungsorientiertes Vorgehen zur Analyse von EFH-Quartieren und eine integrative Bau- und Wohnberatung für Hauseigentümer*innen entwickelt, in Partnergemeinden erprobt und auf ihre Übertragbarkeit in weiteren Gemeinden getestet. Die Produkt­entwicklung erfolgte im engen Austausch mit den Städten Schaffhausen und Uster sowie den kantonalen Planungsämtern von Schaffhausen und Zürich. In der RZU-Mitgliedsgemeinde Geroldswil wurde zudem ein Gemeindeworkshop erprobt, um zu untersuchen, wie das Thema auf kommunaler Ebene behandelt werden kann.

Die Erkenntnisse aus der Abschlussveranstaltung vom 15.01.2025 sind in einem Newsbeitrag zusammengefasst. Aus dem Projekt resultierte die Plattform Quartierpotenzial.

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen & vernetzen»

Erfahrungsaustauschprozess Zukunft Bestand (2021–2023)

Im Wachstumsschub der letzten Jahre wurden im RZU-Gebiet viele bestehende Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Auch heute noch erscheint «Tabula rasa» durch Abriss und Neubau oftmals als die einfachste, gut erprobte und einzig finanzierbare Option, um den aktuellen Anforderungen an den Wohnraum und das Wohnumfeld zu begegnen. In letzter Zeit wird die Kritik an dieser «Praxis des Ersatzneubaus» jedoch immer lauter. In den Fokus gelangte dabei die Verschwendung von Rohstoffen und (grauer) Energie, die im Bestand gespeichert sind, wie auch der Wegfall von günstigem Wohnraum und die Auflösung von etablierten Nachbarschaften. Kritisiert wird weiter, dass durch diese Praxis viele identitätsstiftende Bauten und gewachsene Grünräume verloren gehen.

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Abriss und Neubau

© Witali Späth, RZU

210419 Alternativen zum Ersatzneubau

Alternativen zum Ersatzneubau

Abbildung: © Bundesstiftung Baukultur, Heimann u. Schwantes; modifiziert durch RZU (orange Highlights)

Vor diesem Hintergrund setzte sich der RZU-Erfahrungsaustauschprozess «Zukunft Bestand» mit den Möglichkeiten und Grenzen eines differenzierten und ressourcenschonenden Umgangs mit dem Bestand auseinander. Unter den Bedingungen von Wachstum und Innenentwicklung erfordert dies zum einen die umsichtige Abwägung der verschiedenen Anforderungen und Anliegen, andererseits aber auch gesetzliche Regelungen, die die Marktbedingungen nachhaltiger Ansätze gegenüber umweltignorierenden Praktiken verbessern. Der Erfa wollte die RZU-Mitglieder für die Herausforderung Bestand sensibilisieren und gemeinsam mit ihnen Ansätze und Pfade für ein zukunftstaugliches «Um- und Weiterbauen» ausloten.

Die Erkenntisse aus den drei Veranstaltungen sind in folgenden Beiträgen im News- und Mitgliederbereich zusammengefasst:

  1. Veranstaltung vom 07.10.2021 (Beitrag im Mitgliederbereich)
  2. Veranstaltung vom 11.05.2022 (Newsbeitrag und Beitrag im Mitgliederbereich)
  3. Veranstaltung vom 07.02.2023 (Newsbeitrag und Beitrag im Mitgliederbereich)

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen & vernetzen»

RZU-Netzwerk Klima­anpassung und Innen­entwicklung (2019–2024)

Die RZU lancierte im Frühjahr 2019 zusammen mit Infras GmbH das «Netzwerk Klimaanpassung und Innenentwicklung». Das Projekt wurde im Rahmen des Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt. Finanzielle Beiträge leisteten auch Grün Stadt Zürich und das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft.

Sonnenschirme

Foto: © Stadt Zürich

Parthenocissus quinquefolia

Foto: © Swiatkwiatow

Im Netzwerk wurden folgende Produkte erarbeitet: eine Web­seite, eine Publikation (als PDF, ePaper oder gedruckte Broschüre) und eine Online- Datenbank mit Übersichten und zahlreichen Beispielen.

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen und vernetzen»

Umsetzung PBG-Revision aufgrund der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) (2020–2021)

Die von der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) verabschiedete interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) trat am 26. November 2010 in Kraft. Der Kanton Zürich ist dem IVHB-Konkordat zwar nicht beigetreten, wird die Harmonisierung aber dennoch umsetzen. Dazu wurden auf den 1. März 2017 das Planungs- und Baugesetz (PBG) sowie verschiedene Verordnungen angepasst. Im Jahresprogramm 2019/20 erteilten die Mitglieder der RZU den Auftrag, die Erfahrungen der Gemeinden bei der Umsetzung der IVHB zu erheben. Die Erkenntnisse wurden im RZU-Mitgliederkreis kommuniziert, unter anderem mit einer Informationsveranstaltung, die am 28.01.2021 stattgefunden hat.

Abgeschlossene Tätigkeiten im Bereich «austauschen und vernetzen»

Erfahrungsaustauschprozess «zusammen wirken» (2017–2018)

Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zur wirksamen Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung

Ziele:

  • Bereitschaft für einen kooperativen Modus der Planung wecken
  • Missverständnisse klären bzgl. Partizipation, d.h. gezielt und bewusst beteiligen
  • Differenzierungen schaffen bzgl. Situationen, Formaten, Begriffen
  • Spielarten von Zusammenarbeit ergründen

Dokumentationen: