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11. Dezember 2020 | Schaufenster Regionen, Städte und Gemeinden

Labore der Innen­entwicklung: Der Entwicklungs­prozess Kloten-Steinacker

Das Industriegebiet Kloten-Steinacker soll mittelfristig zu einem durchmischten Wohn- und Arbeitsort entwickelt werden. Ausserhalb des Fluglärmperimeters gelegen, ist es eines der wenigen Gebiete, in denen neuer Wohnraum entstehen kann. Weiter begünstigt die geplante Verlängerung der Glattalbahn eine signifikante Nutzungsverdichtung (Pers./ha). Die Durchmischung mit Wohnen soll bei fortwährendem Gewerbe- und Industriebetrieb stattfinden, was mit Zielkonflikten einhergeht: Durch erhöhten Mietendruck drohen Verdrängungseffekte für das bestehende Gewerbe. Auf der anderen Seite unterliegen Wohnnutzungen hohen Immissionsschutz-Auflagen. Eine Koexistenz muss Lösungen für diese Konflikte finden.

Die «Visionsphase» legte den Grundstein für den Planungsprozess: Bis August 2019 führte die Stadt drei Workshops mit relevanten Stakeholdern durch. Die Phase brachte neben der angestrebten Vision auch wertvolle Nebeneffekte (Vertrauensbildung, Perspektivenaustausch, gegenseitiges Kennen- und Schätzenlernen) hervor, die vermutlich die eigentlich wichtige Grundlage für den weiteren Prozess bildeten: Die Gründung der IG Steinacker ist eines dieser Ergebnisse. Sie hilft der Grundeigentümerschaft, die verschiedenen Anliegen zu koordinieren und stärkt ihre Position als Entwicklungspartnerin im kooperativen Planungsprozess. Inzwischen liegt ein 2020 in enger Abstimmung mit der IG erarbeitetes Nutzungs- und Verkehrskonzept vor.

2019 03 27 15 59 51

Kloten-Steinacker soll ein durchmischtes Wohn- und Arbeitsgebiet werden

Foto: © RZU

Ein Hinweis von der Geschäftsstelle RZU: