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14. April 2021 | Fototableau RZU

Ein naturnaher Pocket-Park in Schlieren als attraktiver Begegnungs- und Aufenthalts­ort – und als Beitrag an die Klimaanpassung

Das zweite Foto in der Reihe Fototableau RZU ist eine Aufnahme eines öffentlich zugänglichen «Pocket-Parks» in Schlieren. Der Pocket-Park befindet sich östlich der 2017 eröffneten Schule Reitmen mit den markanten Sheddächern.

Pocket Park Schlieren 4 zu 3

Foto: © Dominique Meienberg

Unter einem Pocket-Park wird in der Regel ein kleiner, gestalteter Freiraum im bereits überbauten städtischen Raum verstanden. Der auf dem Foto abgebildete Pocket-Park in Schlieren zeigt eine neuere Entwicklung auf: Kleinere Grünflächen werden bewusst zur Gestaltung und Auflockerung von Neubauarealen oder -quartieren eingesetzt, zum Beispiel auf ehemaligen Industriebrachen, Bahnflächen oder Parkplätzen. Sie tragen zur Quali­tät und Identität des umgebenden Quartiers und – wenn sie naturnah gestaltet sind – auch zur Klimaanpassung bei. Im abgebildeten Pocket-Park in Schlieren gibt es Wiesen- und Kiesflächen, Sträucher sowie schattenspen­dende Bäume. Das Foto zeigt auch die kleinen Beete, die gemietet und selbst bepflanzt werden können. Dank der naturnahen und umsichtigen Gestaltung ist ein abwechslungsreicher Aufenthalts- und Begegnungsort entstanden. Der Pocket-Park ist gemäss den Vorgaben des öffentlichen Gestaltungsplans Schlieren-West aus dem Jahr 2011 umgesetzt worden. Der Gestaltungsplan für das 18 Hektaren grosse Gebiet sieht vor, dass anstelle von privaten Spiel- und Ruhebereichen insgesamt sieben öffentliche (Pocket-) Parks erstellt werden. Die Parks sind durch die 700 Meter lange zentrale Parkallee miteinander verbunden. Diese Freiraum­struktur fördert nachbarschaftliche Begegnungen über die eigene Siedlung hinaus und ermöglicht zudem einen autofreien Schulweg. Sie bietet aber auch viele naturnah gestaltete, nicht unterkellerte und mit Bäumen be­pflanz­te Grünflächen, die sich positiv auf das Lokalklima der Umgebung auswirken. Unter anderem tragen sie zur Hitzeminderung und zu einer guten Luftqualität im Quartier bei. Solche stadtklimatischen «Entlastungs­räume» wird es in Zukunft wegen des Klimawandels vermehrt brauchen.

Über weitergehende Informationen zum Pocket-Park und zur Entwicklung im Quartier Schlieren-West verfügt Barbara Meyer, Stadtplanerin von Schlieren.

Ein Hinweis der Geschäftsstelle RZU: