Beratung

Das Beratungsangebot der Geschäftsstelle der RZU fällt in eine Zeit, in der die Regionen und Gemeinden in der Planung und Raumentwicklung vor grossen und teilweise neuartigen Herausforderungen stehen. Die Fragen des Wachstums, der Verdichtung und der Innenentwicklung müssen immer mehr im Bestand gelöst werden. Dies verlangt nach neuen Vorgehensweisen und der Berücksichtigung einer Vielzahl von Interessen und Einflussfaktoren. Die Geschäftsstelle nimmt bei der Wahrnehmung ihres Beratungsauftrages eine neutrale, sach- und themenbezogene Rolle ein. Sie unterstützt so die RZU-Mitglieder bei der Klärung und Schärfung von planerischen Fragestellungen sowie bei der Diskussion möglicher Vorgehensweisen und Prozesse bei nachgelagerten Planungsschritten.

Das Beratungsangebot besteht aus drei Bausteinen:

Erstberatung

Eine niederschwellige und kostenlose Beratung zur Klärung und Schärfung von planerischen Aufgabenstellungen.

Der Baustein «Erstberatung» ermöglicht den Gemeinden, Städten und Regionen im RZU-Gebiet Unterstützung bei der Klärung und Schärfung von planerischen Problem- und Fragestellungen, die für die jeweiligen Planungsträger relevant sind. Alle Mitglieder der RZU können sich mit planerischen Anliegen an die Geschäftsstelle wenden. In der Erstberatung geht es aber nicht um konkrete Lösungen von planerischen Alltagsproblemen, sondern um die Schärfung und Präzisierung von planerischen Fragestellungen.

Nach der Anfrage einer Gemeinde oder einer Region findet ein Initialgespräch (1. Stufe) mit dem Direktor statt. Dabei werden Problem-, Frage- und Themenstellungen gesichtet und konkretisiert. Im Anschluss an dieses Gespräch entscheiden der Direktor und der Präsident fallbezogen, ob die Anfrage weiter verfolgt werden soll. Der Direktor unterrichtet anschliessend die betreffende Gemeinde oder Region über den zu begründenden Entscheid und lädt zum eigentlichen Beratungsgespräch ein oder erteilt eine Absage.

Das eigentliche Beratungsgespräch (2. Stufe) liefert eine angemessene Klärung der anstehenden planerischen Aufgabe, eine Schärfung der bestehenden Problem- und Fragestellungen sowie Empfehlungen für die Weiterbearbeitung. Je nach Situation können im Gespräch z.B. Hinweise auf Referenzprojekte und Vorgehensweisen gegeben werden. Die Erstberatung ist mit den Empfehlungen zum weiteren Vorgehen abgeschlossen. Die Beratungstätigkeit wird durch die Geschäftsstelle zu Handen der Gemeinde/Region dokumentiert.

Coaching

Ein Plattformangebot zur gemeinsamen Behandlung von Themen, die von mehreren RZU-Mitgliedern als relevant erachtet werden.

Der Baustein «Coaching» bietet eine Plattform für die gemeinsame Behandlung von planerischen Problem- und Fragestellungen, die von mehreren RZU-Mitgliedern als relevant erachtet werden. Im Rahmen des Bausteins bietet die RZU den Beteiligten eine Plattform zur gemeinsamen Behandlung solcher Themen- und Fragestellungen. Zudem kann sie im Zuge dieser Prozesse auch Moderationsaufgaben übernehmen.

Voraussetzung für ein Coaching ist, dass dieses von mehr als einer Gemeinde oder mehr als einer Region beantragt wird. In einem Initialgespräch (1. Stufe) wird das anstehende Thema gemeinsam diskutiert, ausgelotet und präzisiert. Im Anschluss entscheiden der Direktor und der Präsident über eine Durchführung oder über eine Absage, die begründet wird.

Im Falle der Durchführung des Coachings lädt der Direktor die anfragenden Gemeinden oder Regionen zu den nächsten Schritten ein, in denen der eigentliche Coaching-Prozess (2. Stufe) konzipiert und durchgeführt wird. Zu Beginn dieses Prozesses werden unter anderem der Umfang der unentgeltlichen Leistungen der Geschäftsstelle der RZU festgelegt, die Kosten des Gesamtprozesses abgeschätzt, der Kostenteiler bestimmt sowie weitere Projektpartner wie zum Beispiel externe Fachleute benannt. Der Coaching-Prozess wird gemeinsam mit den Beteiligten dokumentiert. Die Geschäftsstelle sorgt nach Abschluss des Coachings für eine Aufarbeitung der wesentlichen Fragestellungen, Vorgehensweisen und Erkenntnisse zuhanden aller RZU-Mitglieder.

grenzüberschreitende Themenfindung

Unterstützung bei der Entwicklung gemeinsamer Themenstellungen und Schwerpunkten in grenzüberschreitenden Gebieten.

Der Baustein «grenzüberschreitende Themenfindung» bietet Unterstützung bei der Entwicklung von gemeinsamen Themenstellungen und Schwerpunkten in grenzüberschreitenden Gebieten. Planung erfolgt meist vom Zentrum einer Gebietskörperschaft her und konzentriert sich auf das eigene Gebiet. Dies führt dazu, dass Grenzräumen und grenzüberschreitenden Aufgaben- und Themenstellungen häufig zu wenig Gewicht beigemessen wird, obwohl solchen Belangen in der Planungspraxis faktisch eine immer höhere Bedeutung zukommt. Demgegenüber führt die gemeinsame Betrachtung eines grenzüberschreitenden Raums durch die zugehörigen Regionen oder Gemeinden häufig zu anderen und angemesseneren Aufgaben- und Themenstellungen als der isolierte Blick auf das Gebiet innerhalb der Regions- oder Gemeindegrenze.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der Beratungsbaustein «grenzüberschreitende Themenfindung» die Mitgliedsregionen bei der kooperativen Entwicklung von geteilten Aufgabenstellungen, Herangehensweisen und Perspektiven bezüglich grenzüberschreitenden Gebieten. Das Angebot umfasst die Erörterung der Fragestellung in einem Initialgespräch sowie – abhängig von der Bewilligung – die Organisation und die Durchführung von Workshops. In Ausnahmefällen kann die Geschäftsstelle diese Dienste auch für aneinander grenzende Gemeinden anbieten, sofern die betroffenen Regionen diese Aufgabe an die RZU delegieren. Dies gilt insbesondere für die Übergänge zwischen der Stadt Zürich als Planungsregion und den angrenzenden Gemeinden.

Um einen Prozess gemäss dem Baustein «grenzüberschreitende Themenfindung» auszulösen, gelangen interessierte Regionen (bzw. Gemeinden) mit einer Anfrage für ein Initialgespräch (1. Stufe) an die Geschäftsstelle. Im Gespräch mit dem Direktor wird die Anfrage inhaltlich präzisiert. Der Direktor informiert den Ausschuss des RZU-Vorstands über die Anfrage der Regionen (bzw. der Gemeinden). Der Ausschuss entscheidet über die Durchführung.

Die Geschäftsstelle konzipiert zusammen mit den interessierten Regionen oder Gemeinden die weiteren Schritte (2. Stufe). Zu Beginn dieses Prozesses werden unter anderem der Umfang der unentgeltlichen Leistungen der RZU-Geschäftsstelle festgelegt, die Kosten des Gesamtprozesses abgeschätzt, der Kostenteiler bestimmt sowie weitere Projektpartner wie etwa externe Fachleute benannt (vgl. Tab. auf der rechten Seite). Der Prozess und die Ergebnisse des Prozesses werden gemeinsam mit den Beteiligten dokumentiert. Die Geschäftsstelle sorgt nach Abschluss des Prozesses für eine Aufarbeitung der wesentlichen Erkenntnisse zuhanden aller RZU-Mitglieder.