Arbeitsprogramme & Jahresberichte

2017

Das Arbeitsprogramm 2017 liefert eine Übersicht über alle Vorhaben in diesem Jahr und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU-Mitglieder und die RZU als Planungsdachverband auf. Es gliedert sich in folgende vier Abschnitte:

  • Allgemeine Dienstleistungen
  • Beratungsdienstleistungen
  • Plattformaktivitäten
  • Projektaktivitäten

Arbeitsprogramm 2017

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert eine Übersicht über alle Vorhaben im Jahr 2017 und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU-Mitglieder und für die RZU als Planungsdachverband auf. Zudem enthält es Angaben über die in den einzelnen Vorhaben zu erwartenden Fortschritte sowie über die involvierten Partner.

Das jährliche Arbeitspapier orientiert sich am Rahmenprogramm «Tätigkeitsschwerpunkte 2016–2018», das vom Vorstand anlässlich der Strategieklausur vom 03.09.2015 behandelt und am 19.10.2015 verabschiedet worden ist. Dieses Dokument fasst die allgemeinen Aufgaben, Tätigkeiten und Rollen zusammen, welche die RZU basierend auf ihrem statutarischen Auftrag übernimmt.

Nachfolgend werden die Aktivitätsfelder für das Jahr 2017 wie folgt vorgestellt:
  • Allgemeine Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungsdienstleistungen (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).
 

Die höchste Priorität kommt der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienst­leistungen sowie der Beratung in aktuellen Planungsfragen zu. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen. Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 6 enthält einen kurzen Ausblick auf die für das Jahr 2018 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 7 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten.

2. Allgemeine Dienstleistungen

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihren Mitgliedern im Jahr 2017 wie bis anhin eine breite Palette unter­schiedlichster Dienstleistungen anbieten, die der Unterstützung, Information und Vernetzung der RZU-Mitglieder dienen. Konkret beinhaltet dies die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeit bei Richtplanarbeiten, die Unterstützung der Mitglieder bei der Erarbeitung von Stellungnahmen, die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen und laufende Planungen und Projekte im RZU-Gebiet. Zudem wird die Geschäftsstelle das aktive Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten, die für die RZU und für ihre Mitglieder relevant sind, fortführen. Weiterhin wird die RZU im Jahr 2017 zwei halbtägige Weiterbildungsveranstaltungen anbieten.

3. BERATUNGSdienstleistungen

Das 2015 neu aufgesetzte Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bau­steinen «Erstberatung», «Coaching» und «grenzüberschreitende Themenfindung». Die konkreten Zuständig­keiten, Kompetenzen und Vorgehensweisen sind in der Broschüre «Das Beratungsangebot der RZU» geregelt, die über die Webseite der RZU bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Seit Sommer 2015 haben verschiedene Gemeinden und Regionen das Beratungsangebot genutzt. Die ersten Erfahrungen zeigen dabei, dass die RZU-Geschäftsstelle damit wichtige praxisnahe Hilfestellungen bieten kann, die auf die konkreten Fragestellungen der Antragssteller reagiert. Auf Initiative der Stadt Zürich wird die Geschäftsstelle 2017 ein umfangreicheres Beratungsmandat zu Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bearbeiten. Gleichzeitig wird 2017 das Beratungsangebot der RZU basierend auf den gemachten Erfahrungen konsolidiert. Bei Bedarf wird es in Absprache mit dem Vorstand weiterentwickelt.

4. Plattformaktivitäten

Mit dem Format der Plattform will die RZU als Ort des Austausches und der Diskussion über wichtige raumplanerische Belange fungieren und dazu beitragen, dass diese Aspekte in Politik, Verwaltung und Bevölkerung verankert werdenIm Bereich der Plattformaktivitäten sind für das Jahr 2017 folgende Angebote geplant: die seit 2011 durchgeführte «RZU-Werkstatt zur Regionalplanung» (Experten-Plattform) wird weitergeführt. Zudem werden zwei Veranstaltungen im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Umgebung» (RZU-interne Plattform) durchgeführt. Voraussichtlich werden dabei die Themen «Erfolgreiche Planungsansätze in der Innenentwicklung» sowie die Resultate des Projekts «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (vgl. Absatz 5) behandelt. Schliesslich findet im Anschluss an die Herbstdelegiertenversammlung vom 23.11.2017 der jährliche öffentliche Anlass zu einer Grundsatzfrage im Bereich der Raumentwicklung statt.

Der Erfahrungsaustauschprozess (Erfa) stellt eine besondere Form der Plattform dar. Im Rahmen eines «Erfa» können Behördenmitglieder und Vertreter aus der Politik aus dem RZU-Mitgliederkreis gemeinsam mit Experten über mehrere Workshops ein aktuelles Thema vertieft reflektieren, Zugänge ausloten und Handlungsoptionen entwickeln. 2017 wird ein neuer RZU-Erfa zum Thema «Wirksame Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung» lanciert. Den Auftakt zu diesem Erfa wird die öffentliche Veranstaltung im Anschluss an die Delegiertenversammlung vom 08.12.2016 bilden.

5. Projektaktivitäten

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Gebiets von Bedeutung sind. Aus der Aktualität des Tagesgeschehens ergeben sich jedoch häufig unvorhersehbare Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge. Diese können bei einzelnen Projekten dazu führen, dass die gemäss Arbeitsprogramm vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder Verzögerungen erfahren.

1) Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet»

Das Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» soll Grundlagen schaffen, damit neue Lesarten des RZU-Gebiets und seiner Teilräume erarbeitet sowie Aufgabenstellungen für die Entwicklung von einzelnen Teilräumen oder Gebieten erkannt werden können. Diese Erkenntnisse liefern wichtige Hinweise auf konkrete, gemeinsame geteilte Herausforderungen, die nicht zuletzt für die Beratungstätigkeit und die Koordination eines zielgerichteten Erfahrungsaustausches zentral sind. Im Jahr 2017 werden die Ergebnisse der konzeptionellen Vorarbeiten im Rahmen der Beratungstätigkeit getestet, in erste praxisrelevante Produkte übersetzt und gemeinsam mit Vertretern aus den Regionen und Fachkreisen reflektiert und weiterentwickelt.

2) Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (gemeinsam mit dem Präsidialdepartement der Stadt Zürich und dem Baslerfonds)

Im Rahmen dieses Projekts wird davon ausgegangen, dass es in Zukunft die regionale Ebene braucht, um im RZU-Gebiet ein Wohnraumangebot zur Verfügung zu stellen, das auf die quantitativen und qualitativen Entwicklungsziele der RZU-Mitglieder und auf die Bedürfnisse der verschiedenen Nachfragesegmente im Wohnungsmarkt abgestimmt ist. Im Projekt werden die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen einer wohnregionalen Betrachtungsweise erarbeitet, die die spezifischen Situationen der einzelnen Wohnstandorte berücksichtigt. Diese Grundlage wird unter Einbezug des fachlich und politisch breit abgestützten RZU-Vorstands sowie ausgewählter weiterer Expertinnen und Experten diskutiert und getestet. Im Jahr 2017 werden im Rahmen eines zweiten Experten-Hearings die Erkenntnisse konsolidiert. Ende 2017 werden die Resultate des Projekts anlässlich einer Sitzung der «RZU-Plattform Raumentwicklung» zusammen mit dem Vorstand diskutiert. Auf der Basis der Projekterkenntnisse möchte die RZU zusammen mit den Projektpartnern im Jahr 2018 eine breite politische Debatte über Bedingungen und planerische Notwendigkeiten zum Standortfaktor Wohnen im RZU-Raum initiieren. Dazu werden namentlich die Umlandregionen und gemeinden der RZU sowie die Stadt Zürich und der Kanton Zürich einbezogen.

3) Projekt «Toolbox für innovative Denkräume»

Planerische Prozesse und Verfahren werden angesichts der Herausforderungen der Innenentwicklung immer wichtiger. Das Projekt «Toolbox für innovative Denkräume» lotet solche Ansätze im Hinblick darauf aus, ob sie einen Beitrag zum Umgang mit komplexen Anforderungen der Innenentwicklung in Funktionalräumen leisten können. Im Frühjahr 2017 werden die Projekterkenntnisse in einer Sondernummer der disp synthetisiert und in einem Workshop für das RZU-Gebiet plausibilisiert. Parallel dazu wird eine praxisnahe Aufbereitung der wesentlichen Projekterkenntnisse zuhanden der Planungspraxis in den Gemeinden und Regionen in Angriff genommen. Neben Workshops und praxisbezogenen Weiterbildungsveranstaltungen (für 2018 geplant) soll dafür eine «Toolbox» entstehen – bestehend aus einer kommentierten und bewerteten Übersicht und einer kontinuierlich zu ergänzenden Darstellung von Instrumenten, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Die praxisrelevant aufbereiteten Projektresultate werden den Regionen und Gemeinden im RZU-Gebiet konkrete Möglichkeiten aufzeigen, wie sie die anstehenden Herausforderungen der räumlichen Entwicklung mit angemessenen Planungsverfahren vorbereiten und begleiten können.

4) Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung»

Im Rahmen des Projekts «RZU-Datenbank Raumentwicklung» soll eine Datenbank aufgebaut werden, in welcher wesentliche Erkenntnisse und Rückmeldungen aus Dienstleistungs- und Beratungsaktivitäten der RZU sowie aus der Beobachtung und Aufarbeitung wichtiger Projekte, Entwicklungen und Tendenzen in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr erfasst werden können. Damit wird die Datenbank in Zukunft eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Geschäftsstelle bilden, gerade auch für die Beratungstätigkeit. Im Jahr 2017 werden die Struktur und die Methodik der Datenbank präzisiert sowie bestehende Datensätze aus Projekt- und Beratungsaktivitäten eingearbeitet.

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2018

Gemäss der aktuellen Planung sind für das erste Halbjahr 2018 der Abschluss der Projekte «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln», «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» und «RZU-Datenbank Raumentwicklung» sowie die praxisnahe Aufbereitung von deren Erkenntnissen zuhanden der RZU-Mitglieder vorgesehen.

7. Übersicht über die Projekte

Tabellarische Übersicht (pdf, 0.1mb)

2016

Das Arbeitsprogramm 2016 basiert auf folgenden fünf «Tätigkeitsschwerpunkten 2016-2018»:

  • Die Dienstleistungstätigkeiten für Mitglieder weiterentwickeln
  • Das Beratungsangebot konsolidieren und weiterentwickeln
  • Entwicklungsstrategisch relevante Themen auf die Agenda setzen
  • Die RZU als Plattform zur Behandlung von Fragen der Raumentwicklung und Koordination im Grossraum Zürich weiter stärken
  • Einen Beitrag zur Weiterentwicklung von planerischen Instrumenten, Verfahren und Prozessen leisten
 

Die einzelnen Vorhaben der RZU-Geschäftsstelle für 2016 sind nach folgenden Aktivitätsfeldern gegliedert:

  • Dienstleistungen
  • Beratungsaufgaben
  • Plattformaktivitäten
  • Projektaktivitäten

Arbeitsprogramm 2016

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert eine Übersicht über alle Vorhaben im Jahr 2016 und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU als Planungsdachverband und für ihre Mitglieder auf. Zudem enthält es Angaben über die in den einzelnen Vorhaben zu erwartenden Fortschritte sowie über die involvierten Partner.

Das jährliche Arbeitspapier orientiert sich am Rahmenprogramm «Tätigkeitsschwerpunkte 2016–2018», das vom Vorstand anlässlich der Strategieklausur vom 03.09.2015 behandelt und am 19.10.2015 verabschiedet worden ist. Dieses Dokument fasst die allgemeinen Aufgaben, Tätigkeiten und Rollen zusammen, welche die RZU basierend auf ihrem statutarischen Auftrag übernimmt.

Nachfolgend werden die Aktivitätsfelder für das Jahr 2016 wie folgt vorgestellt:
  • Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungsaufgaben (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).
 

Die höchste Priorität kommt der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienst­leistungen sowie der Beratung in aktuellen Planungsfragen zu. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen. Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 6 enthält einen kurzen Ausblick auf die für das Jahr 2017 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 7 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten.

2. Dienstleistungen 2016

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihren Mitgliedern im Jahr 2016 wie bis anhin eine breite Palette unter­schiedlichster Dienstleistungen anbieten, die der Unterstützung, Information und Vernetzung der RZU-Mitglieder dienen. Konkret beinhaltet dies die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeit bei Richtplanarbeiten, die Unterstützung der Mitglieder bei der Erarbeitung von Stellungnahmen, die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen und laufende Planungen und Projekte im RZU-Gebiet. Zudem wird die Geschäftsstelle das aktive Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten, die für die RZU und für ihre Mitglieder relevant sind, fortführen. Im Jahr 2016 wird die RZU zwei halbtägige Weiterbildungsveranstaltungen anbieten: eine Fortbildungsveranstaltung im Bereich der Alltagserholung sowie eine Folgeveranstaltung zum «Einführungskurs in die Raumplanung für neugewählte Behördenmitglieder» vom 10.12.2014, deren Themen sich aus den Rückmeldungen und Bedürfnissen der Kursteilnehmer ergeben.

3. BERATUNGS-, COACHING- UND KOORDINATIONSAUFGABEN 2016

Das 2015 neu aufgesetzte Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bau­steinen «Erstberatung», «Coaching» und «grenzüberschreitende Themenfindung». Die konkreten Zuständig­keiten, Kompetenzen und Vorgehensweisen sind in der Broschüre «Das Beratungsangebot der RZU» geregelt, die über die Webseite der RZU bestellt oder heruntergeladen werden kann. Im Jahr 2016 wird das Beratungsangebot der RZU basierend auf den gemachten Erfahrungen konsolidiert. Bei Bedarf wird es in Absprache mit dem Vorstand weiterentwickelt.

4. Plattformaktivitäten 2016

Mit dem Format der Plattform will die RZU als Ort des Austausches und der Diskussion über wichtige raumplanerische Belange fungieren und dazu beitragen, dass diese Aspekte in Politik, Verwaltung und Bevölkerung verankert werden. Im Bereich der Plattformaktivitäten sind für das Jahr 2016 folgende Angebote geplant: die seit 2011 durchgeführte «RZU-Werkstatt zur Regionalplanung» (Experten-Plattform) wird weitergeführt. Zudem werden zwei Veranstaltungen im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Um­gebung» (RZU-interne Plattform) durchgeführt. Voraussichtlich werden dabei die Themen «Mobilität im RZU-Gebiet» sowie «Mehrwertabschöpfung» behandelt. Schliesslich findet im Anschluss an die Herbstdelegierten­versammlung vom 08.12.2016 der jährliche öffentliche Anlass zu einer Grundsatz­frage im Bereich der Raumentwicklung statt. Der ERFA (Erfahrungsaustauschprozess) stellt eine besondere Form der Plattform dar, in der Behördenmitglieder, Vertreter aus der Politik und Experten gemeinsam über mehrere Workshops ein aktuelles Thema vertieft reflektieren und in diesem Rahmen Zugänge ausloten und Handlungsoptionen entwickeln. Der 2015 gestartete ERFA-Prozess zur Ortszentrumsentwicklung wird im März 2016 abgeschlossen und anschliessend zu Handen aller RZU-Mitglieder aufbereitet.

5. Projektaktivitäten 2016

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von Bedeutung sind. Aus der Aktualität des Tagesgeschehens ergeben sich jedoch häufig Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge. Diese können bei einzelnen Projekten dazu führen, dass die gemäss Arbeitsprogramm vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder Verzögerungen erfahren.

1) Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet»

Das Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» soll Grundlagen schaffen, damit neue Lesarten des RZU-Gebiets und seiner Teilräume erarbeitet sowie Potentiale für die Entwicklung von einzelnen Teilräumen oder Gebieten erkannt werden können. Basierend auf den Erkenntnissen aus bisherigen RZU-Projekten zu Siedlung, Landschaft und Verkehr sollen Räume im RZU-Gebiet identifiziert werden, die hinsichtlich ausgewählter räumlicher Merkmale oder bestehender Herausforderungen strukturell «verwandt» sind. Beispiele hierfür sind Gebiete mit ähnlichen Herausforderungen im Wohnbestand, siedlungsnahe Räume, bei denen die Funktion der Alltagserholung im Vordergrund steht oder Gebiete mit ähnlichen verkehrlichen Herausforderungen. Die Bestimmung solcher «Verwandtschaften» soll die Grundlage bereitstellen, um im Rahmen von Dienstleistungs-, Beratungs- und Plattformtätigkeiten den themenfokussierten Austausch innerhalb des RZU-Gebiets zu unterstützen und das gemeinsame Lernen bei politischen Verantwortlichen und Planenden über Regions- und Gemeindegrenzen hinweg anzu­regen. Letzteres bildet die Grundlage für Strategietransfers innerhalb des RZU-Gebiets sowie für die Entwicklung gemeinsamer Ansätze zur Bearbeitung dieser regional oder lokal anfallenden Aufgaben. Im Jahr 2016 werden die konzeptionellen Vorarbeiten für das mehrjährige Projekt weitergeführt und abgeschlossen. Anhand ausgewählter Themen in den Bereichen Arbeiten, Landschaft und Mobilität werden methodische Zugänge und kartographische Umsetzungsmöglichkeiten getestet und konsolidiert. Diese sollen dann die Struktur und den Rahmen für die Auseinandersetzung mit weiteren Themen im Bereich der Raumentwicklung bieten.

2) Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (gemeinsam mit dem Präsidialdepartement der Stadt Zürich und dem Baslerfonds)

Im Rahmen dieses Projekts wird davon ausgegangen, dass es in Zukunft die regionale Ebene braucht, um im RZU-Gebiet ein Wohnraumangebot zur Verfügung zu stellen, das auf die quantitativen und qualitativen Entwicklungsziele der RZU-Mitglieder und auf die Bedürfnisse der verschiedenen Nachfrage­segmente im Wohnungsmarkt abgestimmt ist. Das 2015 initiierte Projekt wird im Jahr 2016 fortgeführt. Es werden Analysen zu Bauten und Wohn­umfeldern, zur sozialräumlichen Entwicklung sowie zu Potentialen und Defiziten des Wohnangebots im RZU-Gebiet durchgeführt. Diese werden im Rahmen von zwei Experten-Hearings zu Perspektiven über die zukünftige Entwicklung des RZU-Gebiets als Wohnregion verdichtet. Die resultierende wohnregionale Betrachtungsweise soll dazu dienen, die Diskussion im RZU-Mitgliederkreis über das Verständnis einer regionalen Wohnraumpolitik sowie über zukunftsfähige und innerregional aufeinander abgestimmte Wohnraumangebotsstrategien anzuregen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt fliessen in die Arbeiten zum Projekt «Verwandtschaftskarte» ein.

3) Projekt «Toolbox für innovative Denkräume»

Planerische Prozesse und Verfahren werden angesichts von bestehenden, teils komplexen Herausforderungen wie der laufenden Innenentwicklung, der Weiterentwicklung des Bestands sowie der wachsenden Mobilität immer wichtiger. Um diesen neuen oder akzentuierten Herausforderungen begegnen zu können bedarf es auch neuer Planungsansätze. Das Projekt «Toolbox für innovative Denkräume» lotet solche Ansätze im Hinblick darauf aus, ob sie einen Beitrag zum Umgang mit den genannten Herausforderungen leisten können. 2014 und 2015 wurden die Testplanung sowie weitere Instrumente oder Verfahren analysiert, die über rein formale Planungsverfahren oder bekannte informelle Ansätze wie Wett­bewerbe hinausgehen. Im Jahr 2016 werden die Projekterkenntnisse in einer Sondernummer der disP synthetisiert und in einem Workshop für das RZU-Gebiet plausibilisiert. Die «Toolbox» besteht aus einer kommentierten und bewerteten Übersicht und einer kontinuierlich zu ergänzenden praxisnahen Darstellung von Instrumenten, die eine integrierte, sach- und problembereichsübergreifende Planung ermöglichen und sich in der Praxis bereits bewährt haben. Die Projektresultate werden den Regionen und Gemeinden im RZU-Gebiet praxisnahe Möglichkeiten aufzeigen, wie sie die anstehenden Herausforderungen der räumlichen Entwicklung mit angemessenen Planungsverfahren vorbereiten und begleiten können.

4) Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung»

Das Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung» basiert wesentlich auf den Erkenntnissen aus dem Projekt «Innovative Beiträge zur räumlichen Entwicklung». 2014–2015 wurde im Rahmen dieses Projekts ein Satz von über 300 Projekten, die in der Fachdebatte als innovativ eingeschätzt werden, identifiziert und gesichtet. Daraus wurden generelle oder spezifische Erkenntnisse abgeleitet, die auf das RZU-Gebiet übertragen werden können. Die inhaltlichen und methodischen Erkenntnisse werden nun ergänzt um Einsichten aus Vorhaben aus dem RZU-Gebiet oder aus ähnlichen planerischen Kontexten. Zusammengenommen bilden sie die Grundlage für den Aufbau der «RZU-Datenbank Raumentwicklung». Diese Datenbank soll in Zukunft laufend aktualisiert und weiterentwickelt werden, indem die Erkenntnisse und Rückmeldungen aus Dienstleistungs- und Beratungsaktivitäten der RZU sowie aus der Beobachtung und Aufarbeitung wichtiger Projekte, Entwicklungen und Tendenzen in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr eingearbeitet werden. Die Datenbank wird in Zukunft eine wichtige Grundlage für sämtliche Tätigkeiten in den Bereichen Dienstleistung, Beratung, Plattform und Projektarbeit darstellen. Die wichtigsten Ergebnisse der Datenbank sollen entsprechend aufbereitet über eine Webpage öffentlich zugänglich gemacht werden. Mittelfristig soll auch den RZU-Mitgliedern die Möglichkeit geboten werden, selber oder über die Geschäftsstelle fachlich interessante Projekte in die Datenbank einzugeben. Im Jahr 2016 werden die Struktur und die Methodik der Datenbank erarbeitet sowie der bestehende Datensatz aus dem Projekt «Innovative Beiträge zur Raumentwicklung» eingearbeitet.

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2017

Gemäss der aktuellen Planung sind für 2017 der Abschluss der Projekte «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln», «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» und «RZU-Datenbank Raumentwicklung» sowie die praxisnahe Aufbereitung von deren Erkenntnissen zuhanden der RZU-Mitglieder vorgesehen.

7. Übersicht über die Projekte

Tabellarische Übersicht (pdf, 0.1mb)

2015

Download: Jahresbericht 2015

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2015

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen

2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern
3. Dachfunktion stärken

Die einzelnen Vorhaben der RZU-Geschäftsstelle für 2015 sind nach den folgenden Aktivitätsfeldern gegliedert:

  • Dienstleistungen
  • Beratungs-, Coaching- und Koordinationsaufgaben
  • Plattformaktivitäten
  • Projekte

Arbeitsprogramm 2015

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert eine Übersicht über alle Vorhaben im kommenden Jahr und informiert über die Bedeutung der Arbeiten für die RZU. Zudem enthält es Angaben über die in die Vorhaben involvierten Partner sowie über die im nächsten Jahr zu erwartenden Fortschritte.

Neu zum Aufgabenbereich der RZU-Geschäftsstelle zählt die Beratungs-, Coaching- und Koordinationstätigkeit für ihre Regionen und Mitglieder, die gemäss Beschluss des Vorstands vom 9. September 2014 auf 1. Juli 2015 in einer mehrjährigen Pilotphase gestartet werden soll. Die Geschäftsstelle verfolgt deshalb bei der Organisation ihrer Tätigkeiten folgenden, um die Beratungstätigkeit angepassten Grundsatz: Die höchste Priorität kommt der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienstleistungen sowie der Beratung in aktuellen Planungsfragen zu. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen.

Die vier gerade genannten Aktivitätsfelder orientieren sich am laufenden Mehrjahres-Rahmenprogramm 2012–2015 und leisten dementsprechend einen Beitrag zu einem oder zu mehreren der drei im Mehrjahresprogramm aufgeführten Schwerpunktbereiche:

  1. 1.   Richt- und Regionalplanung unterstützen
  2. 2.   Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern;
  3. 3.   Dachfunktion stärken.
  4.  

Nachfolgend werden die Aktivitätsfelder für das Jahr 2015 wie folgt vorgestellt:

  • Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungs-, Coaching- und Koordinationsaufgaben (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).


Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 6 enthält einen Ausblick auf die für das Jahr 2016 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 7 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten.

2. Dienstleistungen 2015

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihre Mitglieder 2015 wie bis anhin mit einer breiten Palette unterschiedlichster Dienstleistungen unterstützen. Konkret beinhaltet dies:

  • die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen; die Mitglieder sollen regelmässig über aktuelle Entwicklungen in wichtigen Belangen auf dem Laufenden gehalten werden. Zudem speist die RZU ihre Stellungnahmen weiterhin bereits in einer frühen Phase der Vernehmlassung in die Regionen ein, um die RZU-interne Meinungsbildung und Koordination zu stärken;
  • die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung bei Richtplanarbeiten; diese Arbeiten dienen nicht zuletzt der Transparenz bezüglich laufender Planungen und Projekte sowie aktueller Themen im RZU-Raum und schaffen Möglichkeiten zur internen Vernetzung;
  • die Durchführung einer Weiterbildungsveranstaltung;
  • das Engagement der RZU-Geschäftsstelle in verschiedenen Arbeitsgruppen und Institutionen sowie die aktive Mitwirkung in verschiedenen Vorhaben von Dritten; diese vielfältigen Aktivitäten erlauben es, die Interessen der RZU und des RZU-Gebiets fokussiert einzubringen, die Mitglieder über wichtige Belange und Entwicklungen sachgemäss und zeitnahe zu informieren sowie Positionen über Fachbeiträge zu konkretisieren.


3. BERATUNGS-, COACHING- UND KOORDINATIONSAUFGABEN 2015

Das ab 1. Juli 2015 in einer dreijährigen Pilotphase startende Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bausteinen:

  • «Erstberatung»: Regionen und Gemeinden der RZU können sich mit konkreten planerischen Anliegen für Erstgespräche im Sinne von «second opinions» an die Geschäftsstelle wenden;
  • «Coaching»: Die RZU-Geschäftsstelle konzipiert und moderiert Prozesse zur Lösung von aktuellen planerischen Aufgabenstellungen von überlokaler Relevanz. Voraussetzung für solche Coaching-Prozesse ist, dass diese zusammen mit mehr als einer Gemeinde beziehungsweise mehr als einer Region durchgeführt werden;
  • «Koordination»: Die RZU-Geschäftsstelle bietet die Organisation und Durchführung von Workshops an, an welchen die inhaltlichen Aspekte von angrenzenden regionalen Richtplänen vorgestellt und diskutiert sowie gemeinsame Ansatzpunkte für ihre Weiterbearbeitung etabliert werden.


Die drei Angebote sind als sich ergänzende Dienstleistungsangebote für die RZU-Mitglieder zu sehen, welche die bisherige Palette der Tätigkeiten der Geschäftsstelle erweitern. Die konkreten Zuständig­keiten, Kompetenzen und Vorgehensweisen sind im «Handbuch zur Beratungstätigkeit der Regional­planung Zürich und Umgebung» geregelt, das der Vorstand an der Sitzung vom 31. März 2015 beschliessen wird. An der Delegiertenversammlung vom 11. Juni 2015 werden die Delegierten dann über die wichtigsten, in einem Handbuch zusammengefassten Grundsätze und Abläufe des Beratungsmandats in Kenntnis gesetzt.

4. Plattformaktivitäten 2015

Das Format der Plattform stellt ein spezifisches Angebot der RZU dar, das Fachleute, Politik und Verwaltung zu konkreten Themen und Anliegen ins Gespräch bringen möchte. Die RZU-Geschäftsstelle will als Ort des Austausches und der Diskussion über wichtige raumplanerische Belange fungieren und dabei diese Aspekte besser in Politik, Verwaltung und Bevölkerung verankern.

Im Bereich Plattformaktivitäten wird die RZU im Jahr 2015 folgende Angebote bereitstellen:

  • die Weiterführung der seit 2011 durchgeführten RZU-Werkstatt zur Regionalplanung (Experten-Plattform);
  • zwei Veranstaltungen zu aktuellen Themen, die im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Umgebung» (RZU-interne Plattformen) durchgeführt werden;
  • die Organisation eines öffentlichen Anlasses zu siedlungspolitischen Grundsatz­fragen, der sich voraussichtlich mit der weiteren Entwicklung des Wohnstandorts RZU-Raum beschäftigen wird.


5. Projektaktivitäten 2015

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von Bedeutung sind. Bezüglich der im folgenden Abschnitt vorgestellten Projekte sind drei Aspekte zu beachten:

  • In der Einleitung wurde ausgeführt, dass sich das Arbeitsprogramm der RZU als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle versteht. Aus diesem Grund werden bei der nachfolgenden Erläuterung der Projekte sowohl die im Jahr 2014 geleisteten oder noch vorgesehen Arbeiten als auch die für 2015 geplanten Arbeitsschritte aufgeführt.
  • Mit dem neuen Aufgabenbereich der Beratung (vgl. Abschnitt 3) wird die Projektarbeit von sieben auf vier Projekte reduziert. Gleichzeitig soll aber Gewähr geboten werden, dass alle momentan laufenden Projekte bis Ende 2015 zu einem sinnvollen Abschluss gebracht werden können. Die folgende Aufstellung unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen Projekten mit Laufzeit bis Ende Juni 2015 und solchen, die über das ganze kommende Jahr verfolgt werden.
  • Es gilt weiterhin, dass sich aus der Aktualität des Tagesgeschehens Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge ergeben können, die bei einzelnen Projekten dazu führen, dass die vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder gegenüber dem Arbeits­programm Verzögerungen erfahren.

 

A) Projekte mit Abschluss bis Ende Juni 2015

5a) Räumliche Verteilung der Nutzungsschwerpunkte / funktionale Spezialisierung

In diesem Projekt soll abgeklärt werden, ob und inwieweit eine weitere funktionale Spezialisierung im RZU-Gebiet möglich und sinnvoll ist. Dabei sollen u.a. Gebiete identifiziert werden, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von strategischer Bedeutung sind. Bis Ende 2014 werden Grundlagen zur funktionalen Spezialisierung im RZU-Raum erarbeitet, die in einem Workshop mit den RZU-Regional­planern diskutiert werden. 2015 werden die sich daraus ergebenden Themen im Rahmen eines zweiten Workshops mit Schlüsselverantwortlichen der identifizierten Schwerpunkte funktionaler Spezialisierung vertieft und weiterentwickelt.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die Projektresultate werden in einem thesenhaften Bericht mit Übersichts- und Themenkarten zusammen gefasst. Sie zeigen nicht nur Räume funktionaler Spezialisierung, sondern reflektieren auch deren Beziehung zum Umfeld und die daraus entstehenden Aufgaben. Die Projektresultate liefern eine fundierte Grundlage zur planerischen Auseinandersetzung mit möglichen Räumen im RZU-Gebiet, die sich zu einer funktionalen Spezialisierung eignen. Zudem entstehen robuste Vorstellungen im Hinblick auf die RZU-interne Vernetzung dieser Räume. Die erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für das weiterführende Projekt «Verwandtschaftskarte» (vgl. dazu Projekt 5h), das die RZU in der zweiten Hälfte 2015 in Angriff nehmen wird.

5b) Räume der Alltagserholung im RZU-Gebiet (bisher: Parknetz)

Die in den letzten Jahren von der RZU im Rahmen des «Landschaftssystems_RZU» durchgeführten Vorarbeiten zu siedlungsnahen Freiräumen werden mit dem Projekt «Räume der Alltagserholung im RZU-Gebiet» inhaltlich weitergeführt und vertieft. 2014 wurden intensive Grundlagen-Arbeiten sowie ein Workshop mit vier externen Expertinnen und Experten durchgeführt. Letzterer bestätigte die Dringlichkeit und Relevanz des Themas, legte aber gleichzeitig auch die Abkehr von den bis anhin verwendeten Begriffen «Park» und «Parknetz» nahe. Neu stehen die räumlichen Begebenheiten und Eigenheiten von siedlungsnahen Räumen der Alltagserholung sowie die damit verbundenen Aktivitäten und Motive der Nutzer im Zentrum. Die im Herbst 2014 anstehenden Begehungen und Beobachtungen im Feld werden die Basis für eine differenzierte nutzerorientierte Auseinandersetzung mit ausgewählten Freiräumen bilden. In Zusammenarbeit mit externen Büros werden daraus bis Ende 2014 erste skizzenhafte Vorstellungen zu denkbaren Strategien für den Umgang mit Räumen der Alltagserholung entwickelt. Die erarbeiteten Skizzen sollen 2015 in einem weiteren Workshop gemeinsam mit externen Experten besprochen und analysiert werden.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die grundlegenden Erkenntnisse zu Räumen der Alltagserholung im RZU-Gebiet werden in einem Kurzbericht festgehalten. Die Projekt­resultate vertiefen das Verständnis von Alltagserholung. Letztere wird normalerweise nicht in den üblichen Kategorien der Raumplanung erfasst und stellt doch eine Schlüsselrolle für eine benutzergerechte Freiraum­versorgung dar. Die im Schlussbericht konsolidierten Erkenntnisse finden dann ebenfalls Eingang in das Projekt «Verwandtschaftskarte» (vgl. dazu Projekt 5h).

5c) Innovative Beiträge zur räumlichen Entwicklung – eine aktuelle Sichtung

Die aktuelle räumliche Entwicklung kennt nicht nur unterschiedliche Treiber und Trends, sondern steht auch vor erheblichen Herausforderungen wie etwa der Siedlungsentwicklung nach innen, der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte für Funktionalräume oder der Sicherung attraktiver siedlungsnaher Landschaftsräume. Die in diesem Projekt betriebene Grundlagenforschung verfolgt vor diesem Hintergrund eine Sichtung aktueller Entwicklungen und «best-practice»-Projekte in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr. Gemeinsam mit Experten und Planungsverantwortlichen werden übertragbare Elemente und «lessons learned» heraus gearbeitet, die neue Impulse für die weitere Entwicklung des RZU-Gebiets liefern können. Grundlage dafür bildet eine Erhebung zu innovativen Beiträgen für die räumliche Entwicklung in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr sowie hinsichtlich Prozess­gestaltung und Planungsverfahren. Diese Erhebung hat die RZU im Jahr 2014 europaweit durchgeführt. Die Umfrageergebnisse wurden durch eine intensive Literaturrecherche ergänzt. Gegen Ende von 2014 werden sie im Rahmen einer Expertenrunde hinsichtlich ihrer potentiellen Beiträge für das RZU-Gebiet diskutiert. 2015 werden die Ergebnisse mit Blick auf tragfähige Umsetzungsstrategien für das RZU-Gebiet weiterentwickelt.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die resultierende Auslegeordnung zu innovativen Beiträgen zur räumlichen Entwicklung wird wichtige Hinweise liefern, wie die regionale Entwicklung den wachsenden Herausforderungen, u.a. hinsichtlich Mobilitätsmanagement, Verdichtung, Energieverbrauch oder Orten der Begegnung und Vernetzung, durch eine Auseinandersetzung mit beispielhaften Projekten zukunftsgerichtet begegnen kann. Die Erkenntnisse werden in einem Artikel in einer Fachzeitschrift publiziert. Vorgesehen sind zudem eine kommentierte, RZU-interne Dokumentation von beispielhaften Ansätzen sowie die Durchführung einer RZU-Plattformsitzung, an welcher wegweisende Projekte und daraus abgeleitete mögliche Ansätze für die weitere Entwicklung des Zürcher Grossraums vorgestellt werden.

5d) Entwicklung Kulturlandschaft im RZU-Gebiet

Das Projekt untersucht aktuelle Entwicklungstrends in der Landwirtschaft, die Aufschluss geben über die künftige Entwicklung der Kulturlandschaft im RZU-Gebiet. Neben einer vertieften Analyse der aktuellen Trends stehen auch die mit der neuen Agrarpolitik 2014–2017 lancierten Landschaftsqualitätsbeiträge hinsichtlich ihrer Auswirkungen und Potentiale für die räumlichen Begebenheiten des RZU-Gebiets im Fokus. Die Auswertung von Literatur und Interviews zu aktuellen Entwicklungen im Agrarbereich beziehungsweise der Kulturlandschaft wird bis Ende 2014 in einem ersten internen Zwischenbericht konsolidiert. Im ersten Jahresviertel 2015 werden die wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen des Zwischenberichts mit Experten und Regionalplanern im Rahmen eines Workshops diskutiert und bewertet.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die Projektergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst, der auch Abbildungen und Visualisierungen zu den erwarteten Entwicklungstrends betreffend Kulturlandschaft enthalten wird. Die resultierende Auslegeordnung wird wichtige Hinweise für einen angemessenen raumplanerischen Umgang mit Landwirtschaftsflächen im urban geprägten RZU-Gebiet generieren und eine weitere wichtige Grundlage für die Arbeiten im Rahmen des Projekts «Verwandtschaftskarte» (vgl. Projekt 5h) liefern.

 

B) Projekte mit Laufzeit über das gesamte Jahr 2015

5e) Erfahrungsaustauschprozess zur Zentrumsentwicklung

Der zweite «Erfa-Prozess» der RZU startet mit der Delegiertenversammlung und der öffentlichen Veranstaltung vom 27. November 2014 zum Thema «Wie weiter mit den Ortszentren?». Im Rahmen dieses Erfa-Prozesses sollen die Erwartungen und Erfahrungen bezüglich aktueller und zukünftiger Rollen und Aufgaben von Ortszentren diskutiert werden. Über diesen gemeinsam mit externen Experten durch­geführten Austausch sollen Vorschläge im Hinblick auf zielführende Ansätze und Strategien zu einer Verbesserung der aktuellen Situation im Bereich Ortszentren ausgelotet werden. Bis 2016 sind drei Veranstaltungen vorgesehen, die von der Geschäftsstelle der RZU organisiert, durchgeführt und dokumentiert werden.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Viele Gemeinden im RZU-Gebiet (wie auch in der übrigen Schweiz) beschäftigt momentan die Frage der weiteren Entwicklung und Rollen ihrer Ortszentren. Der Erfahrungsprozess zur Ortszentrumsentwicklung schafft einerseits Einsichten in gemeinsam geteilte Problemlagen und Herausforderungen. Andererseits zeigt er in der Auseinandersetzung mit RZU-internen und externen Fallbeispielen neben Tendenzen auch Optionen bei der Weiter­entwicklung von Ortszentren auf. Die Ergebnisse und Fortschritte der einzelnen Veranstaltungen werden jeweils in Form einer Dokumentation festgehalten werden. Den Abschluss des Erfa Ortszentrumsentwicklung wird eine Synthesepublikation bilden, die auch an breitere Kreise ausserhalb der Beteiligten gerichtet sein wird.

5f) Entwicklung des Wohnstandorts RZU-Gebiet (gemeinsam mit Ernst Basler & Partner, EBP)

Das gemeinsam mit EBP lancierte Projekt untersucht die aktuelle Entwicklung der Wohnnachfrage im RZU-Raum. Anhand von vier bis sechs exemplarischen Gebieten des Zürcher Grossraums werden planerische und städtebauliche Hinweise, Chancen und Herausforderungen der anhaltenden Wohnnach­frage ausgelotet und herausgearbeitet. Diese Erkenntnisse werden mit Partnern und externen Experten zu räumlichen Aussagen über die weiteren Entwicklungen des Wohnstandorts RZU-Gebiet verdichtet. Es ist vorgesehen, dass die RZU-Regionalplaner bei der Auswahl der Untersuchungsräume sowie bei der Validierung der Projektergebnisse im Rahmen von zwei von der RZU finanzierten Workshops mitwirken.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Das Projekt wird anhand der auf die RZU-Regionen abgestimmten Auswahl der exemplarischen Gebiete für jede Region wichtige Hinweise auf die verschiedenen Einflussfaktoren und Voraussetzungen für zukunftsgerechte Wohnformen formulieren. Basierend auf den Projektresultaten können die Regionen eine den örtlichen Verhältnissen angepasste und substantielle Diskussion über die weitere Entwicklung des Wohnens in ihrem Raum führen. Das Projekt wird 2015 mit einem Bericht und einer Veranstaltung im Rahmen der RZU-Plattform­aktivitäten abgeschlossen.

5g) Toolbox für innovative Denkräume (bisher: Testplanung neu ausrichten)

Der Wirkungsanalyse von Planungsinstrumenten und den daraus abzuleitenden Einsichten kommen eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Raum zu. Das Instrument der Testplanung hat in der Schweiz wie im Zürcher Grossraum vor allem im Zuge der Umnutzung von Industriebrachen der räumlichen Entwicklung wesentliche Impulse zu verleihen vermocht. Über die letzten Jahre mehrten sich bei Auftraggebern wie Auftragnehmern Zeichen wachsender Unzufriedenheit und Zweifel bezüglich der Leistungsfähigkeit des Instruments. Gleichzeitig bedarf der anstehende Trans­formationsprozess der Metropolitanräume Instrumente der Analyse und Konzeption. Das Projekt zieht vor diesem Hintergrund Bilanz und lotet alternative Pfade der Ideengenerierung für die weitere räumliche Entwicklung aus. 2014 ist das Instrument der Testplanung in Experteninterviews und Literaturrecherchen auf den Prüfstand gestellt worden. In einem Expertenworkshop gegen Ende des Jahres werden die darauf basierenden Empfehlungen diskutiert. Die für 2015 vorgesehenen Arbeiten widmen sich den «innovativen Denkräumen», die über rein formale Planungsverfahren oder bekannte informelle Ansätze wie Wettbewerbe hinausgehen.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Aus dem Projekt resultiert eine kommentierte und bewertete Auslegeordnung von heute bereits in der Praxis bewährten Instrumenten, die integrierte, sach- und problembereichsübergreifende Planung möglich machen. Die Arbeiten zu den Testplanungen werden 2014 in einem Fachartikel abgeschlossen. Die Resultate zu den «neuen Denkräumen» werden 2015 in einer «Toolbox» aufbereitet und im Rahmen einer Abschlusstagung reflektiert. Die Projekt­resultate zeigen den Gemeinden und Regionen im RZU-Gebiet Möglichkeiten auf, wie sie die teilweise neuartigen und komplexen Herausforderungen der räumlichen Entwicklung mit angemessenen Planungsverfahren vorbereiten und begleiten können.

5h) Verwandtschaftskarte RZU

Aufbauend auf den Vorarbeiten zur funktionalen Spezialisierung im RZU-Gebiet, zur Kulturlandschaft und zur Alltagserholung (siehe Projekte 5a, 5b und 5d) setzt sich das Projekt Verwandtschaftskarte RZU zum Ziel, ein praxisnahes und differenziertes Porträt des RZU-Gebiets zu schaffen. Dieses Porträt soll wichtige Beiträge zur strategischen Weiterentwicklung des Gesamtraums und seiner Regionen und Teilräume liefern. Dazu gilt es, strukturell verwandte Räume im RZU-Gebiet zu identifizieren und diese Verwandtschaften sichtbar zu machen. Solche Verwandtschaften können sich in räumlichen oder thematischen Zusammenhängen äussern und Ähnlichkeiten bezüglich Herausforderungen und Entwicklungen aufweisen. Mit der Verwandtschaftskarte möchte die RZU eine Grundlage schaffen, um den themenfokussierten Austausch innerhalb des RZU-Gebiets zu verbessern und das gemeinsame Lernen bei politischen Verantwortlichen und Planenden über Regions- und Gemeindegrenzen hinweg anzuregen. Letzteres bildet die Grundlage für Strategietransfers innerhalb des RZU-Gebiets sowie für die Entwicklung gemeinsamer Ansätze zur Bearbeitung dieser lokal anfallenden Aufgaben. Im Jahr 2015 sollen konzeptionelle Vorarbeiten für das längerfristig angelegte Projekt der Verwandtschaftskarte durchgeführt werden. Zu diesem Zweck wird ein Beirat eingerichtet werden, der sich aus vier Experten zu den Bereichen Kartierung, Städtebau, Landschaftsentwicklung und Raumplanung zusammensetzt.

Projektresultate und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die Karten und Analysen aus dem Projekt lassen neue, Regions- und Gemeindegrenzen überschreitende thematische Bezüge erkennen. Sie erlauben es, spezifische und gemeinsame Strategien der weiteren Entwicklung problemgestützt und in Kenntnis verschiedener Optionen zu formulieren.

 

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2016

Gemäss der aktuellen Planung sind für 2016 der Abschluss oder die Fortsetzung folgender Projekt­aktivitäten vorgesehen:

6a) Abschluss Erfahrungsaustauschprozess zur Zentrumsentwicklung

Im ersten Quartal 2016 wird der dritte Workshop des Erfa Ortszentrumsentwicklung durchgeführt. Der gesamte Prozess soll in der ersten Jahreshälfte 2016 mit einer Sammlung und Aufbereitung von zielführenden Ansätzen und Strategien zu einer Verbesserung der aktuellen Situation im Bereich der Ortszentren abgeschlossen werden.

6b) Fortsetzung Projekt «Verwandtschaftskarte RZU»

2016 werden die Kriterien für strukturelle Verwandtschaften präzisiert, die im Rahmen der 2015 durchgeführten konzeptionellen Vorarbeiten zum Projekt «Verwandtschaftskarte RZU» erarbeitet wurden. Diese Kriterien werden mit den Regionalplanern und dem Beirat diskutiert und in die schrittweise zu erarbeitende Verwandtschaftskarte RZU übersetzt. Mit der Konsolidierung setzt auch die konzeptionelle Arbeit mit der Karte ein, die verwandte Raumeinheiten miteinander in Beziehung setzt und die gemeinsame Diskussion über planerischen Möglichkeiten und Aufgaben bei deren weiteren Entwicklung ermöglicht.

2014

Download: Jahresbericht 2014

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2014

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen

2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern
3. Dachfunktion stärken

Die einzelnen Vorhaben der RZU-Geschäftsstelle für 2014 sind nach den folgenden drei Bereichen gegliedert:

  • Dienstleistungen
  • Plattformaktivitäten
  • Projekte

Arbeitsprogramm 2014

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) stellt ein zentrales Arbeitsinstrument gegenüber dem Vorstand und den Delegierten sowie innerhalb der Geschäftsstelle dar. Das Programm liefert eine Übersicht über alle im kommenden Jahr weiter laufenden und neu lancierten Vorhaben und informiert über die Bedeutung der Arbeiten für die RZU. Zudem enthält es Angaben über die in die Vorhaben involvierten Partner sowie über die im nächsten Jahr realistischerweise zu erwartenden Fortschritte.

Die Geschäftsstelle verfolgt bei der Organisation ihrer Tätigkeiten folgenden Grundsatz: Die höchste Priorität liegt bei der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienstleistungen. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es, dass die RZU-Geschäftsstelle ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums erfüllen und somit in Zukunft verstärkt als Kompetenzzentrum für Belange der räumlichen Entwicklung auftreten kann.

Die Aktivitäten orientieren sich grundsätzlich am laufenden Mehrjahres-Rahmenprogramm. Alle in dieser Zusammenstellung aufgeführten Vorhaben leisten dementsprechend einen Beitrag zu einem oder zu mehreren der drei im Mehrjahresprogramm 2012–2015 aufgeführten Schwerpunktbereiche:

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen;
2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern;
3. Dachfunktion stärken

Nachfolgend werden die Vorhaben der RZU-Geschäftsstelle für 2014 nach den folgenden drei Bereichen gegliedert und vorgestellt:

  • Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 3);
  • Projekte (vgl. Abschnitt 4).

Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 5 enthält einen ersten Ausblick auf die für das Jahr 2015 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 6 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten und die im kommenden Jahr zu erwartenden Fortschritte.

2. Dienstleistungstätigkeiten 2014

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihre Mitglieder 2014 wie bis anhin mit einer breiten Palette unterschiedlichster Dienstleistungen unterstützen. Letztere umfassen konkret:

a) die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sachverhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen: die Mitglieder sollen regelmässig über aktuelle Entwicklungen in wichtigen Belangen auf dem Laufenden gehalten werden. Zudem stellt die RZU ihre Stellungnahmen bereits in einer frühen Phase der Vernehmlassung intern zur Verfügung, um die RZU-interne Meinungsbildung und Koordination zu stärken. Diese Aktivitäten erhöhen die Transparenz bezüglich laufender Planungen und Projekte sowie aktueller Themen im RZU-Raum.

b) die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung bei Richtplanarbeiten;

c) den auf Herbst 2014 vorgesehenen RZU-Einführungskurs in die Raumplanung für die neu gewählten Behördenmitglieder im RZU-Raum. Dieser findet alle vier Jahre statt und stellt ein wichtiges Angebot der RZU im Bereich der Fort- und Weiterbildung dar.

d) das Engagement der RZU-Geschäftsstelle in verschiedenen Arbeitsgruppen und Institutionen sowie die aktive Mitwirkung in verschiedenen Vorhaben von Dritten. Diese vielfältigen Aktivitäten erlauben es, die Interessen der RZU und des RZU-Gebiets fokussiert und ohne Doppelspurigkeiten einzubringen, gegebenenfalls über Fachbeiträge zu konkretisieren und die Mitglieder über wichtige Belange und Entwicklungen sachgemäss und zeitnahe zu informieren.

3. Plattformaktivitäten 2014

Das Format der Plattform stellt ein spezifisches Angebot der RZU dar, das Fachleute, Politik und Verwaltung zu konkreten Themen und Anliegen ins Gespräch bringen möchte. Die RZUGeschäftsstelle will ihre Plattform-Funktion nach innen und aussen in Zukunft intensivieren und sich als Ort des Austausches und der Diskussion etablieren. Dies trägt dazu bei, dass eine Debatte über wichtige raumplanerische Belange stattfindet und verankert diese Aspekte besser in Politik, Verwaltung und Bevölkerung.

Konkret wird die RZU 2014 im Bereich Plattformaktivitäten folgende Angebote bereitstellen:

a) die Weiterführung der seit 2011 durchgeführten RZU-Werkstatt zur regionalen Richtplanung (Experten-Plattform);

b) den RZU-Erfahrungsaustausch «Siedlungsqualität bei innerer Verdichtung», der 2014 abgeschlossen werden wird (fachliche, problemorientierte Plattform);

c) zwei Veranstaltungen zu aktuellen Themen, die im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Umgebung» (RZU-interne Plattformen) durchgeführt werden, sowie

d) die Organisation eines öffentlichen Anlasses zu siedlungspolitischen Grundsatzfragen, der sich voraussichtlich mit dem Instrument Testplanung und seinen möglichen Beiträgen zur weiteren Entwicklung des Zürcher Grossraums befasst (öffentliche Plattform).

4. Projektaktivitäten 2014

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von Bedeutung sind.

Bezüglich der im Abschnitt 4 vorgestellten Projekte ist zu beachten, dass sich aus der Aktualität des Tagesgeschehens immer wieder Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge ergeben können, die bei einzelnen Projekten dazu führen können, dass die für das laufende Jahr vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder gegenüber dem Arbeitsprogramm Verzögerungen erfahren können.

Für 2014 ist die Fortführung folgender laufender Projekte geplant:

4a) Räumliche Verteilung der Nutzungsschwerpunkte / funktionale Spezialisierung
In diesem Projekt soll abgeklärt werden, ob und inwieweit eine weitere funktionale Spezialisierung im RZU-Gebiet möglich und sinnvoll ist. Dabei sollen u.a. Gebiete identifiziert werden, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von strategischer Bedeutung sind. Es ist vorgesehen, dass die RZU-Regionalplaner bei der Grundlagenerhebung sowie bei der Validierung der Projektergebnisse im Rahmen von ca. zwei bis drei von der RZU finanzierten Workshops mitwirken. Das 2013 lancierte Projekt soll 2014 abgeschlossen werden. Die angestrebten Produkte sind ein Projektbericht sowie Übersichts- und Themenkarten. Sie zeigen nicht nur Räume funktionaler Spezialisierung, sondern reflektieren auch ihre Beziehung zum Umfeld und die daraus entstehenden Aufgaben. Die erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für das weiterführende Projekt «Verwandschaftskarte», das 2015 lanciert werden soll (vgl. Abschnitt 5).

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die Projektresultate liefern eine fundierte Grundlage zur planerischen Auseinandersetzung mit möglichen Räumen in den RZUGebieten, die sich zu einer funktionalen Spezialisierung eignen. Weiter können so robuste Vorstellungen im Hinblick auf deren RZU-interne Vernetzung geschaffen werden.

4b) Parknetz – Räume der Alltagserholung im RZU-Raum
Das Projekt RZU-Parknetz-Alltagserholung versteht sich als Fortsetzung und weitergehende Präzisierung des Landschaftssystems_RZU. Es soll das Thema der Alltagserholung inklusive seiner Bezüge zu den Sachbereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr verstärkt auf die planungspolitische Agenda setzen. Dazu werden innerhalb des RZU-Gebiets siedlungsnahe Räume von regionaler bis überregionaler Bedeutung für die alltägliche Erholung der im RZU-Gebiet wohnhaften und arbeitenden Bevölkerung identifiziert und in vier Kategorien von «Erholungs-Parks» unterteilt. Für jede Park-Kategorie soll ein Beispiel exemplarisch vertieft und weitergehend untersucht werden. Mit der Vertiefung der einzelnen Beispiele werden externe Büros beauftragt. Aus dem Projekt gehen generell-abstrakte Park-Beschreibungen hervor. Daneben entstehen für die beispielhaften Vertiefungen Fotografien, Fotomontagen, Zeichnungen etc..

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die Projekt-Resultate dieser Untersuchung zu Räumen der Alltagserholung vertiefen das Verständnis von Alltagserholung, die nicht in den üblichen Kategorien der Raumplanung erfasst wird und doch eine Schlüsselrolle für eine benutzergerechte Freiraumversorgung darstellt. Die über die Untersuchung gewonnenen Einsichten sollen Eingang finden in die regionalen Richtpläne und – sofern stufengerecht – in den kantonalen Richtplan.

4c) Siedlungsökologie
Die Siedlungsökologie bietet der Raumplanung die Möglichkeit, das Natur-Potential innerhalb der Siedlungsräume verstärkt zur Wirkung zu bringen. Dabei schafft sie Synergien zu planungspolitischen Eckpfeilern wie beispielsweise der Lebensraumqualität, der Verdichtung nach innen, der Biodiversität, den öffentlichen Räumen etc. In Zusammenarbeit mit dem Naturnetz Pfannenstil und mit dessen langfristigem Siedlungsökologie-Projekt soll das Thema an die SiedlungsÖkologie-Veranstaltung der RZU vom Sommer 2013 anknüpfen und stufengerecht weitergeführt werden.

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Das Projekt Siedlungsökologie setzt die RZU-Mitglieder kontinuierlich über neue Erkenntnisse in diesem Themenbereich ins Bild, informiert sie über aktuelle Entwicklungen und macht sie auf Veranstaltungen etc. in diesem Bereich aufmerksam.

Für 2014 ist die Lancierung folgender neuer Projekte geplant:

4d) Entwicklung Kulturlandschaft im RZU-Gebiet
Mit der Agrarpolitik 2014–2017 soll ein weiterer Schritt in Richtung mehr Ökologie in der Schweizer Landwirtschaft unternommen werden. Im raumplanerischen Fokus stehen dabei so genannte Landschaftsqualitäts-Projekte, welche die Alltags-Kulturlandschaft punkto «Schönheit», Erholungseignung und/oder Zugänglichkeit etc. aufwerten sollen. Das Projekt Entwicklung Kulturlandschaft im RZU-Raum stellt somit einen Bezug her zum laufenden Projekt Parknetz und knüpft an die Strategie-Klausur des RZU-Vorstands von 2012 zum Thema Nichtsiedlungsgebiet an. In dieser Rolle will es die Relevanz des Themas der Landschaftsqualitäts-Projekte in finanzieller und materieller Hinsicht beleuchten, Trends in der Landwirtschaft aufzeigen sowie die Schnittstellen zwischen der Raumplanung und der Landwirtschaft untersuchen. Diese Vorstellungen werden über Bilder, Collagen, Montagen etc. konkretisiert. Das Projekt wird 2014 abgeschlossen werden.

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Das Projekt schafft wichtige Grundlagen zu Gunsten der regionalen Richtplanung über zu die erwartenden landwirtschaftlichen Nutzungsarten und ihre landschaftlichen Ausprägungen in verschiedenen Teilräumen. Es trägt darüber hinaus dazu bei, die landwirtschaftlich genutzten Räume des RZU-Gebiets und die sie umgebenden Siedlungsbereiche auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestimmt zu gestalten.

4e) Entwicklung des Wohnstandorts RZU-Gebiet (gemeinsam mit Ernst Basler & Partner, EBP)
Das gemeinsam mit EBP lancierte Projekt untersucht die aktuelle Entwicklung der Wohnnachfrage im RZU-Raum. Anhand von vier bis sechs exemplarischen Gebieten des Zürcher Grossraums werden planerische und städtebauliche Hinweise, Chancen und Herausforderungen ausgelotet und herausgearbeitet. Diese Erkenntnisse werden mit Partnern und externen Experten zu räumlichen Aussagen über die weiteren Entwicklungen des Wohnstandorts RZU-Raum verdichtet. Es ist vorgesehen, dass die RZU-Regionalplaner bei der Auswahl der Untersuchungsräume sowie bei der Validierung der Projektergebnisse im Rahmen von ca. 2 bis 3 von der RZU finanzierten Workshops mitwirken. Das Projekt wird 2014 mit einem Bericht und einer Veranstaltung im Rahmen der RZU-Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 3) abgeschlossen.

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Das Projekt wird anhand der auf die RZU-Regionen abgestimmten Auswahl der exemplarischen Gebiete für jede Region wichtige Hinweise auf die verschiedenen Einflussfaktoren und Voraussetzungen für zukunftsgerechte Wohnformen formulieren. Basierend auf den Projektresultaten können die Regionen eine den örtlichen Verhältnissen angepasste und substantielle Diskussion über die weitere Entwicklung des Wohnens in ihrem Raum führen.

4f) Innovative Beiträge zur räumlichen Entwicklung – eine aktuelle Sichtung
Die aktuelle räumliche Entwicklung kennt nicht nur unterschiedliche Treiber und Trends, sondern steht auch vor erheblichen Herausforderungen wie etwa der Siedlungsentwicklung nach innen oder der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte und attraktiver siedlungsnaher Landschaftsräume. Das Grundlagenpapier betreibt vor diesem Hintergrund eine Sichtung aktueller Entwicklungen und best-practice-Projekten in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr. Das Projekt wird in einem ersten Teil im Spätsommer 2014 mit einem Aufsatz abgeschlossen sein. Diese Auslegeordnung wird dann in einem zweiten Schritt mit einem Expertengremium mit Blick auf Hinweise für den Zürcher Grossraum und auf tragfähige Umsetzungsstrategien diskutiert.

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Die resultierende Auslegeordnung wird wichtige Hinweise liefern, wie die regionale räumliche Entwicklung den wachsenden Herausforderungen, u.a. hinsichtlich Mobilitätsmanagement, Verdichtung und Energieverbrauch oder Orten der Begegnung und Vernetzung, zukunftsgerichtet begegnen kann

4g) Testplanung neu ausrichten (gemeinsam mit ETH-Lehrstuhl Kees Christiaanse und weiteren Partnern)
Die RZU ist der Ansicht, dass der Wirkungsanalyse von Planungsinstrumenten und den daraus abzuleitenden Einsichten eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in ihrem Raum zukommt. Das Instrument der Testplanung hat im Zuge der rasanten Deindustrialisierung der Schweizer Städte während der 1990er Jahre eine wichtige Rolle gespielt bei der Ideenfindung und bei deren Konkretisierung. In der Zwischenzeit ist das Instrument zwar gut etabliert, doch mehren sich über die letzten Jahren bei Auftraggebern wie Auftragnehmern Zeichen wachsender Unzufriedenheit. Auf der einen Seite erfüllen die Ergebnisse oft genug die Erwartungen der Auftraggeber nicht mehr. Auf der anderen Seite beklagen Planungs- und Architekturbüros ein akutes Missverhältnis zwischen Auftrag und Honorierung und nehmen deshalb nicht mehr an solchen Verfahren teil. Damit das Instrument der Testplanung bei den anstehenden Fragen grossräumlicher Entwicklung seine unverzichtbare Rolle als Ideenstifterin und Impulsgeberin spielen kann, bedarf es dringend einer kritischen Bilanz bezüglich der Erfahrungen und die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Im April 2014 sind gemeinsam mit dem Lehrstuhl Christiaanse (ETH Zürich) und weiteren Partnern eine öffentliche Veranstaltung und eine erste Bilanz geplant. Basierend auf diesen Grundlagen sowie weiteren Recherchen und Interviews mit beteiligten Akteuren auf der Auftraggeber-, der Auftragnehmerseite und weiteren Fachleuten sollen dann im Jahr 2015 und in Abstimmung mit Partnern wie dem BSA, dem SIA, der VLP und der FSU Ansatzpunkte für ein weiterentwickeltes Instrument Testplanung ausgearbeitet werden, das auf die kommenden Herausforderungen (gross-) räumlicher Entwicklung abgestimmt ist.

Regionsbezug und zu erwartender Mehrwert für die RZU-Mitglieder: Das Instrument der Testplanung, soll so weiter entwickelt werden, dass es die Regionen bei der Suche nach langfristig tragfähigen Ansätzen der Weiterentwicklung ihrer Räume zielgerichtet und effizient zu unterstützen vermag.

5. Ausblick

Gemäss der aktuellen Planung sind für 2015 folgende Vorhaben vorgesehen, die an laufende Projekte anknüpfen und somit Kontinuität im Hinblick auf die von der RZU bearbeiteten Themen und Fragestellungen gewährleisten sollen:

5a) Erfahrungsprozess Zentrumsbildung
In diesem neuen Erfa-Prozess geht es darum, die Erwartungen und Erfahrungen bezüglich aktueller und zukünftiger Rollen und Aufgaben von Ortszentren zu diskutieren. Über diesen gemeinsam mit externen Experten durchgeführten Austausch sollen Vorschläge im Hinblick auf zielführende Ansätze und Strategien zu einer Verbesserung der aktuellen Situation ausgelotet werden.

5b) «Verwandtschaftskarte RZU»
Aufbauend auf den Ergebnissen und methodischen Vorarbeiten zu den Nutzungsschwerpunkten (siehe Projekt 4a) sollen strukturell verwandte Räume im RZU-Gebiet identifiziert werden, die Zusammenhänge und Ähnlichkeiten bezüglich Herausforderungen und Entwicklungen aufzeigen. Damit wird eine neue Grundlage gelegt, den Austausch innerhalb des RZU-Raums zu verbessern, das gemeinsame Lernen bei politischen Verantwortlichen und Planenden anzuregen und Strategietransfers zu erleichtern.

2013

Download: Jahresbericht 2013

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2013

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen
  1. 2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern
  2. 3. Dachfunktion stärken

    Der Schwerpunkt 2 besteht aus den drei Bereichen:

  1. 2.1 Optimierung der inneren Verdichtung
  2. 2.2 Koordination Siedlung und Verkehr
  3. 2.3 Synergien Landschaft und Siedlung

Arbeitsprogramm 2013

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen

2011 und anfangs 2012 waren in intensiver fachlicher Zusammenarbeit mit den Regional­planenden der RZU-Regionen die regionalen Raumordnungskonzepte (Regio-ROKs) nach einheitlichen Grundsätzen und mit einheitlichen Komponenten geschaffen und zum «Integrierten Zielbild 2030 der Regio-ROKs» zusammengefügt worden. Dieses Dokument hat den Regionen und dem Kanton als wertvolle Grundlage gedient.

Nach der Erarbeitung der Regio-ROKs sind die Regionen nahtlos zur Gesamtüberarbeitung des regionalen Richtplans übergegangen. Anknüpfend an die positive Erfahrung mit dem «Integrierten Zielbild 2030 Regio-ROKs» hat die RZU eine «RZU-Werkstatt zur regionalen Richt­planung» eingerichtet. Diese Werkstatt ist fachlich orientiert. Sie umfasst alle Regionalplanenden der RZU-Regionen (und der Nicht-RZU-Regionen im Gäste-Status) und Vertreter des ARE des Kantons Zürich. Die zu behandelnden Themen werden von den Teilnehmenden bestimmt und bestritten. Häufigkeit und Intensität der Werkstatt richten sich nach den Bedürfnissen der Regionen und des ARE und stehen im Zug der regionalen Richtplanarbeiten. Die RZU-Werkstatt zur regionalen Richtplanung soll 2013 fortgeführt werden.

2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern


2.1 Optimierung der inneren Verdichtung
Die Entwicklung der Siedlung des RZU-Gebiets ist eingehend analysiert worden. Diese «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» haben auch gezeigt, dass es im Siedlungskörper Gebäude und Nutzungen gibt, die von ihrer Funktion her «Spezialitäten» darstellen und dem Raum in ihrer Umgebung eine gewisse «Identität» verleihen. Diese in den Regio-ROKs als «Nutzungsschwerpunkte» bezeichneten Nutzungen sind wichtige struktur- und erkennungsbildende Elemente der Siedlung, die charakteristische räumliche Funktionen erfüllen. Unter dem Ziel der Optimierung der inneren Verdichtung stellt sich die Frage, ob eine funktionale Spezialisierung, d.h. eine grossräumige Aufteilung bestimmter Nutzungen im RZU-Gebiet möglich ist. Erste Überlegungen dazu wurden angestellt. Die Arbeiten zur räumlichen Verteilung der Nutzungsschwerpunkte sollen 2013 fortgeführt werden.

Die Thematik «Innere Verdichtung und Siedlungsqualität» ist in den vergangenen Jahren in breiten Kreisen innerhalb und ausserhalb der RZU immer wieder als zentrales Problem aufgebracht worden. Je höher die Dichten sein werden, als desto drängender tritt die Problematik in Erscheinung. Die Strategieklausur des RZU-Vorstands vom 14. Juli 2011 hat die überragende Bedeutung des Themas nachdrücklich unterstrichen. Zu dessen Behandlung sind verschiedene Ansätze denkbar. Die RZU hat ihren Zugang zum Thema mit dem Projekt «RZU-Erfahrungsprozess zur Siedlungsqualität bei innerer Verdichtung» gewählt. In einem qualifizierten «Erfa»-Prozess mit den Planungs- und Bauverantwortlichen «an der Front» auf der kommunalen, regionalen und kantonalen Ebene sollen Erfahrungen ausgetauscht und damit die «ausgewählten Aspekte» identifiziert werden, die dann gezielt vertieft analysiert und zu einer gemeinsamen konzeptionellen Stossrichtung entwickelt werden sollen. Die Vorphase dieses Projekts schliesst 2012 ab. Für die Koordination mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung ist gesorgt. Die eigentlichen Veranstaltungen im Erfahrungsprozess zur Siedlungsqualität bei innerer Verdichtung beginnen im Februar 2013. Für 2013 sind drei Veranstaltungen vorgesehen.

Wie der Bericht «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» zeigt, werden die heutigen Kapazitäten zur Schaffung zusätzlicher Geschossflächen bis im Jahr 2015 stark reduziert und 2025 praktisch aufgebraucht sein. Mit dieser Aussicht stellen sich siedlungspolitische Grundsatzfragen. Es ist entwicklungsstrategisch bedeutsam, dass diese Fragen sehr rasch gestellt und behandelt werden. Die RZU sieht vor, sich 2013 in die Diskussion der siedlungs­politischen Grundsatzfragen einzubringen und eine über die Planerkreise hinaus­gehende meinungsbildende Rolle zu spielen.

2.2 Koordination Siedlung und Verkehr
Der Bericht «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» zeichnet ein detailliertes Bild der vergangenen und künftigen Entwicklung der Siedlung auf und zeigt, dass ungefähr im Jahr 2025 die Kapazitätsreserven aufgebraucht sein werden, d.h. der Vollausbau erreicht sein wird. Im Vergleich zwischen 2005 und 2025 wird im RZU-Gebiet eine Erhöhung der durchschnittlichen Dichte, ausgedrückt in Köpfen pro Hektaren, von rund 14% stattgefunden haben. Es stellt sich die Frage, wie das Zusammenspiel von Siedlung und Verkehr aussehen wird. Und die Einstiegsfrage ist: Was sind die verkehrlichen Konsequenzen des Vollausbaus des RZU-Gebiets? Die Fragestellung soll 2013 angegangen werden, wobei verschiedene Zugänge möglichen sind, von pragmatischen Überlegungen bis hin zu Modellrechnungen.

Die RZU hat sich schon immer am Mikrozensus Mobilität und Verkehr beteiligt, um relevante Fakten zum Verkehr des RZU-Gebiets zu erhalten. Die Daten des Mikrozensus 2010 stehen seit Mitte 2012 zur Verfügung. Die RZU wird 2012 ihre spezifischen Auswertungen im Wesentlichen vorgenommen und die Ergebnisse anschaulich publiziert haben. 2013 ist mit Folge-Auswertungen und Vertiefungsarbeiten zum Mikrozensus Mobilität und Verkehr zu rechnen.

Die RZU möchte eine Übersicht über die Verkehrsvorhaben in den Regionen erstellen. Es geht um Projekte, Vorhaben, Ideen und Anliegen zu Infrastruktur, Betrieb, Management, Bewirtschaftung etc.. Die Informationslage ist günstig aufgrund der Regio-ROKs, der in vielen Regionen durchgeführten Gespräche mit den Gemeinden, den Arbeiten zu den Agglomerationsprogrammen und den laufenden Richtplanarbeiten. Die Absichten sind, auf diesem Weg Koordinationsfragen zu klären, Synergien in der Problembearbeitung zu finden, interregionale Interessenlagen festzustellen, die langfristige Vorbereitung auf das Agglomerationsprogramm 3. Generation einzuleiten und nach Möglichkeit Koordinationshilfe zu leisten. 2013 soll die Erarbeitung der Übersicht über die Verkehrsvorhaben in den Regionen an die Hand genommen werden.

Im Projekt «siedlungsorientierte Strassen» geht es um Folgendes: Das RZU-Raumentwicklungs­leitbild (REL) hält als eines seiner Ziele fest: Die Hauptverkehrstrassen sind innerorts aufzuwerten, indem Gestaltung und Betrieb auf die Koexistenz der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und auf die Bedürfnisse der Anwohnenden ausgerichtet sind. Die Thematik stellt sich in vielen Gemeinden als Problem und in den Regionen als Aufgabe in der Gesamtüberarbeitung der regionalen Richtpläne. In diesen gilt es, die «siedlungsorientierten Strassen» zu bezeichnen. Das RZU-Projekt möchte primär Übersicht schaffen und den Stand der Kenntnisse und des Know-how an die Regionen und Gemeinden vermitteln. Neben den Sachfragen und Verfahren sind auch die Prozesse der konkreten Realisierung in und mit den Gemeinden in Betracht zu nehmen. Der Start des Projekts «siedlungsorientierte Strassen» ist für 2013 vorgesehen.

Das Projekt «visionäre Leitplanung» sieht vor, eine Langfrist- und Grundsatzstudie zu Siedlung und Verkehr durchzuführen. Sie geht zurück auf die RZU-Strategieklausur 2009. Die Überlegungen zum Klimawandel, die am RZU-Symposium vom 17. Juni 2010 breit dargelegt worden sind, haben die Notwendigkeit einer Langfristbetrachtung hervorgehoben und so die Bedeutung dieser Grundlagenarbeit unterstrichen. Das Projekt «Visionäre Leitplanung» ist bislang in beschränktem Umfang von der RZU selbst angegangen worden und hat Wert auf die Verwendung von Resultaten anderer, laufender und anlaufender Projekte gelegt. 2013 sollen die Projektarbeiten in der «visionären Leitplanung» fortgesetzt werden.

2.3 Synergien Landschaft und Siedlung
In den vergangenen Jahren hat die RZU in enger Zusammenarbeit mit den Regionen, der Stadt Zürich und dem Kanton Zürich das «Landschaftssystem_RZU» entworfen. Das Zielbild ist Grundlage für die laufenden Richtplanarbeiten. 2013 ist im «Landschaftssystem_RZU» mit Anwendungs- und Vertiefungsarbeiten seitens der RZU zu rechnen.

Der RZU-Raum ist ein urbaner Ballungsraum, in dem die Erholung eine besonders grosse Bedeutung für die Wohn- und Arbeitsbevölkerung hat. Das hat schon die Erarbeitung des Raumentwicklungsleitbilds «Siedlung und Verkehr» deutlich gemacht. Im Zuge der Erarbeitung der Regio-ROKs haben die Regionen als Ergänzung und Konkretisierung des Landschaftssystems_RZU die Kategorie «Erholungsgebiete von überregionaler Bedeutung» eingeführt. Die fortlaufende innere Verdichtung wird das Bedürfnis nach Räumen zur Erholung, namentlich zur Naherholung, weiter verstärken. Das RZU-Arbeitsprogramm 2011 sah ein Projekt «Schlüsselräume des Landschaftssystems» vor, das sich auch an den Ergebnissen des Projekts «Metropolitanraum als Parklandschaft» der Metropolitankonferenz Zürich orientieren sollte. Letzteres enthält die Idee eines «Parkzellen-Netzes». Die verschiedenen Inspirationen, Anliegen und Absichten, die es zur Erholung und Naherholung im RZU-Gebiet gibt, hat die RZU zu einem Projekt «RZU-Parknetz Alltagserholung» verdichtet. Dieses konzentriert sich auf die Nah- und Nächsterholung an Orten im nahen Umfeld der Siedlungen, die gut zu Fuss und per Velo erreichbar und untereinander verbunden sein sollen. Das Projekt «RZU-Parknetz Alltagserholung» soll 2013 gemäss der laufenden internen Vorstudie bearbeitet werden.

Das raumplanungsstrategische Grundproblem mit der Landschaft ist, dass der Wald und die Gewässer durch Spezialgesetzgebungen und das Landwirtschaftsgebiet im Bereich Fruchtfolgeflächen (FFF) durch Verordnungen der praktischen Gestaltung durch die Raumplanung weit­gehend entzogen sind. Diese Gegebenheiten wurden an der RZU-Strategieklausur 2012 bestätigt. In einem nächsten Schritt sind die grundsätzlichen konzeptionellen Möglichkeiten der RZU in diesem Themenbereich zu klären und festzulegen. Dies soll in einer der nächsten Plattform-Veranstaltungen im Jahr 2013 erfolgen.

3. Dachfunktion stärken

Die RZU soll ihre Grundaufgabe als Dachverband klar erkennbar wahrnehmen. Die «Dachfunktion stärken» bildet deshalb einen Schwerpunkt des Arbeitsprogramms 2013. Zu diesem Zweck sind die laufenden Arbeiten am RZU-Gesamtentwicklungskonzept weiter zu führen. Diese umfassen die Vertiefung der RZU-Synthese Regio-ROKs, die Umlegung raumkonzeptioneller Vorstellungen Dritter auf das RZU-Gebiet, z.B. die des Bundes in seinem Raumkonzept Schweiz, sowie weitere konzeptionelle Ergänzungen. Entsprechende interne Arbeiten am RZU-Gesamtentwicklungskonzept sind bereits durchgeführt worden und sollen 2013 weiterverfolgt werden.

Seit Jahren erachtet es die RZU als eine ihrer Aufgaben, die Funktion einer «Plattform» wahrzunehmen. Regelmässig, 2 bis 4 mal pro Jahr, finden «Plattform-Veranstaltungen» als erweiterte Vorstandssitzungen statt, zu denen jeweils je nach Thema externe Fachleute sowie Planungs­träger von ausserhalb des RZU-Gebiets eingeladen werden. Als Plattform-Veranstaltung wurde auch das Symposium «Raumplanung und Klimawandel» durchgeführt. In Erweiterung und Spezifizierung der Plattform-Funktion soll ein interdisziplinäres «RZU-Regionalforum» geschaffen werden. In Verbindung der Begriffe «Forum» und «RZU» schweben verschiedenste Vorstellungen im Raum. Insgesamt geht es gemäss dem Ausschuss des RZU-Vorstands darum, ein Informations- und Diskussions-Gefäss zu schaffen und über längere Zeit zu betreiben, das sich für unterschiedliche Themen, Teilnehmer und Adressaten eignet, aber trotzdem «eine Linie» besitzt. Vorrangig ist deshalb ein Konzept «RZU-Regionalforum» zu erarbeiten, das Qualität vor Quantität stellt. In diesem Konzept sind auch die Fragen zu klären, ob und wie sich die RZU in die öffentlichen Diskussionen von aktuellen Projekten einschalten soll und wie Foren für den Austausch mit der Bevölkerung eingesetzt werden könnten. Erste Überlegungen sind angestellt und RZU-intern diskutiert worden. 2013 sind die Arbeiten am Konzept «RZU-Regional­forum» weiter zu führen.

Die Dachfunktion der RZU soll auch durch ein deutlich zu steigerndes Angebot an Fortbildungskursen und -veranstaltungen verstärkt werden. Unter Fortbildungsveranstaltung wird ein Anlass verstanden, der von der RZU-Geschäftsstelle durchgeführt oder organisiert wird und der sich an die Mitglieder der RZU wendet. Für 2013 ist die Durchführung zweier Fortbildungsveranstaltungen vorgesehen.

Schliesslich sollen immer wieder Übersichten erstellt und so Transparenz zu laufenden Planungen und Projekten sowie zu aktuellen Themen geschaffen werden. Unter anderem ist die «Übersicht über wichtige Planungen und Projekte von Bund, Kanton, Regionen, RZU und Dritten» periodisch zu aktualisieren und in den Regionen vorzustellen.

2012

Download: Jahresbericht_2012.pdf

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2012

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen
  1. 2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern
  2. 3. Dachfunktion stärken

    Der Schwerpunkt 2 besteht aus den drei Bereichen:

  1. 2.1 Optimierung der inneren Verdichtung
  2. 2.2 Koordination Siedlung und Verkehr
  3. 2.3 Synergien Landschaft und Siedlung

Arbeitsprogramm 2012

1. Richt- und Regionalplanung unterstützen

Im vergangenen Jahr waren in intensiver fachlicher Zusammenarbeit mit den Regionalplanenden der RZU-Regionen die regionalen Raumordnungskonzepte (Regio-ROKs) nach einheitlichen Grundsätzen und mit einheitlichen Komponenten geschaffen und zu einer Gesamtkarte mit dem Titel «Zusammenbau Regio-ROKs 2030» zusammengefügt worden. Dieser Zusammenbau derRegio-ROKs hat den Regionen und dem Kanton als wertvolle Grundlage gedient. Die Arbeiten sollen fortgeführt werden durch: Bereinigung nach der jetzt laufenden Konsolidierung in den Regionen; Ergänzen der Karte durch ausgewählte Zusammenzüge aus den Regio-ROKBerichten; inhaltliche Vertiefung auf Zielebene (z.B. bei den «regionalen Zielsetzungen zur Siedlungsentwicklung»); substantielle Koordination (z.B. bei den «Nutzungsschwerpunkten»); etc.

Nach der Erarbeitung der Regio-ROKs, die im wesentlichen ein Zielbild der künftigenEntwicklung aufzeigen, gehen die Regionen nahtlos zur Gesamtüberarbeitung des regionalenRichtplans über, der insbesondere die Massnahmen festlegt. Anknüpfend an die positive Erfahrung mit dem «Zusammenbau Regio-ROKs» möchte die RZU eine «Werkstatt zur Unterstützung der regionalen Richtplanung» einrichten. Die Werkstatt soll fachlich orientiert sein und alle Regionalplanenden der RZU-Regionen umfassen. Die weiteren Teilnehmenden, die Arbeitsweise und die Themen sind noch offen und mit den Regionen und den Regionalplanenden zu besprechen. Die RZU könnte sich vorstellen, dass sich die Werkstatt insbesondere mit den neu an die Regionen delegierten Aufgaben (z.B. Hochhäuser, verkehrsintensive Einrichtungen, Standorte für Fahrende, etc.) auseinandersetzt. Jedenfalls ist die Koordination mitdem Kanton sicherzustellen.

2. Nachhaltige Entwicklung des RZU-Gebiets fördern


2.1 Optimierung der inneren Verdichtung

In jahrelangen Untersuchungen ist die Entwicklung der Siedlung des RZU-Gebiets analysiert worden. Diese «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» zeigten auch, dass es im Siedlungskörper Gebäude und Nutzungen gibt, die von ihrer Funktion her «Spezialitäten» darstellen und dem Raum in ihrer Umgebung eine gewisse «Identität» verleihen. Diese dann in den Regio-ROKs als «Nutzungsschwerpunkte» bezeichneten Nutzungen sind wichtige struktur- und erkennungsbildende Elemente der Siedlung, die charakteristische räumliche Funktionen erfüllen. Objektiv und je nach Gesichtspunkt weisen sie unterschiedliche Ausstrahlungsreichweiten auf. Die unbestritten wichtigsten Gebilde sind heute in der Mehrzahl in der Stadt Zürichkonzentriert. Unter dem Ziel der Optimierung der inneren Verdichtung stellt sich die Frage, ob «alles überall» sein muss, oder ob vielmehr eine grossräumige Aufteilung, ob eine funktionaleSpezialisierung im RZU-Gebiet möglich ist. Von der Sache her sollte diese Aufgabe unter Nutzung der bestehenden Projektorganisation in enger Anlehnung an die Fortführung desZusammenbaus der Regio-ROKs angepackt werden.

Die Thematik «Innere Verdichtung und Siedlungsqualität» ist in den vergangenen Jahren in breiten Kreisen innerhalb und ausserhalb der RZU immer wieder als zentrales Problem aufgebracht worden. Die RZU hat im Jahre 2008 die Broschüre «Qualitätsvolle innere Verdichtung» (2008) vorgelegt. Klar ist: Je höher die Dichten sein werden, desto drängender tritt die Problematik in Erscheinung. Die von der RZU-Regionspräsidentenkonferenz gewünschte Grundsatzstudie über die «innere Verdichtung und Siedlungsqualität» wurde angesichts der Komplexität desThemas im Arbeitsprogramm 2011 auf die Behandlung «ausgewählter Aspekte» reduziert. Die Strategieklausur des RZU-Vorstands vom 14. Juli 2011 hat die überragende Bedeutung desThemas nachdrücklich unterstrichen. Zu dessen Behandlung sind verschiedene Ansätze denkbar. Man kann z.B. Sachwissen aufbereiten, Wettbewerbe durchführen, Auszeichnungen vornehmen,Gremien einsetzen, etc. Die RZU möchte einen anderenn Zugang wählen. In einem qualifizierten «Erfa»-Prozess mit den Planungs- und Bauverantwortlichen «an der Front» auf der kommunalen, regionalen und kantonalen Ebene sollen Erfahrungen ausgetauscht und damit die «ausgewählten Aspekte» identifiziert werden, die dann gezielt vertieft analysiert und zu einer gemeinsamen konzeptionellen Stossrichtung entwickelt werden sollen.

Die RZU hat eine Beispielsammlung «öffentlicher Raum» erarbeitet, die einen wichtigen Aspekt der inneren Verdichtung und Siedlungsqualität beleuchtet. Die Inhalte der Broschüre sind ingeeigneter Form den Interessierten zu vermitteln. Wie der Bericht «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» zeigt, werden die heutigen Kapazitäten zur Schaffung zusätzlicher Geschossflächen bis im Jahr 2015 stark reduziert und 2025 praktisch aufgebraucht sein. Mit dieser Aussicht stellen sich siedlungspolitische Grundsatzfragen. Es ist entwicklungsstrategisch bedeutsam, dass diese Fragen sehr rasch gestellt und behandelt werden. Die RZU möchte die Diskussion dieses Themas mitgestalten und eine über die Planerkreise hinausgehende meinungsbildende Rolle spielen.

2.2 Koordination Siedlung und Verkehr

Der Bericht «Grundlagen der Siedlungsentwicklung des RZU-Gebiets» zeichnet ein detailliertes Bild der vergangenen und künftigen Entwicklung der Siedlung auf und zeigt, dass ungefähr imJahr 2025 die Kapazitätsreserven aufgebraucht sein werden, d.h. der Vollausbau erreicht sein wird. Im Vergleich zwischen 2005 und 2025 wird im RZU-Gebiet ein Verdichtung von rund 14% stattgefunden haben. Es stellt sich die Frage: Wie sieht das Zusammenspiel von Siedlung und Verkehr aus? Und die Einstiegsfrage ist: Was sind die verkehrlichen Konsequenzen des Vollausbaus des RZU-Gebiets? Die Fragestellung lässt verschiedene Zugänge zu, von pragmatischen Überlegungen bis hin zu Modellrechnungen.

Die RZU hat sich schon immer am Mikrozensus Verkehr beteiligt, um relevante Fakten zum Verkehr des RZU-Gebiets zu erhalten. Die Daten des Mikrozensus 2010 dürften 2012 bereitstehen. Die RZU wird die Auswertung vornehmen und die Ergebnisse anschaulich publizieren. Die RZU möchte eine Übersicht über die Verkehrsvorhaben in den Regionen erstellen. Es gehtum Projekte, Vorhaben, Ideen und Anliegen zu Infrastruktur, Betrieb, Management, Bewirtschaftung etc.. Die Informationslage ist günstig aufgrund der Regio-ROKs, der in vielen Regionendurchgeführten Gespräche mit den Gemeinden, den Arbeiten zu den Agglomerationsprogrammen und den anlaufenden Richtplanarbeiten. Die Absichten sind, auf diesem Weg Koordinationsfragen zu klären, Synergien in der Problembearbeitung zu finden, interregionale Interessenslagen festzustellen, die langfristige Vorbereitung auf das Agglomerationsprogramm 3. Generation einzuleiten und nach Möglichkeit Koordinationshilfe zu leisten.

Das Projekt «siedlungsorientierte Strassen» ist bereits im Arbeitsprogramm 2011 enthalten, hat aber aus Kapazitäts- und PrioritaÅNtsgründen nicht an die Hand genommen werden können.Es geht dabei um Folgendes: Das RZU-Raumentwicklungsleitbild (REL) hält als eines seiner Ziele fest: Die Hauptverkehrstrassen sind innerorts aufzuwerten, indem Gestaltung und Betrieb auf die Koexistenz der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und auf die Bedürfnisse der Anwohner ausgerichtet sind. Die Thematik stellt sich in vielen Gemeinden als Problem und in den Regionen als Aufgabe in der Gesamtüberarbeitung der regionalen Richtpläne. In diesen gilt es, die «siedlungsorientierten Strassen» zu bezeichnen. Das RZU-Projekt möchte primär Übersicht schaffen und den Stand der Kenntnisse und des Know-how an die Regionen und Gemeinden vermitteln. Neben den Sachfragen und Verfahren sind auch die Prozesse der konkreten Realisierung in und mit den Gemeinden in Betracht zu nehmen.

Das Projekt «visionäre Leitplanung» ist ebenfalls bereits im Arbeitsprogramm 2011 enthalten und soll nun angepackt werden. Vorgesehen ist, eine Langfrist- und Grundsatzstudie zu Siedlung und Verkehr durchzuführen. Sie geht zurück auf die RZU-Strategieklausur 2009 und war auch im Zwischenbericht zur Mobilitätsstrategie vom März 2007 als dritter Schritt eine Langfristbetrachtung zum Verkehr in Aussicht genommen worden. Die Überlegungen zum Klimawandel, die am RZU-Symposium vom 17. Juni 2010 breit dargelegt worden sind, haben die Notwendigkeit einer Langfristbetrachtung hervorgehoben und so die Bedeutung dieser Grundlagenarbeit unterstrichen. Das Projekt «Visionäre Leitplanung» soll vorerst in beschränktem Umfang von der RZU selbst angegangen werden und Wert auf die Verwendung von Resultaten anderer, laufender und anlaufender Projekte legen.

2.3 Synergien Landschaft und Siedlung

In den vergangenen Jahren hat die RZU in enger Zusammenarbeit mit den Regionen, der Stadt Zürich und dem Kanton Zürich das «Landschaftssystem_RZU» entworfen. Das Zielbild istGrundlage für die laufenden Richtplanarbeiten. Aufgrund der jetzt anfallenden Erfahrungen soll das «Landschaftssystem_RZU» überarbeitet und 2012 in definitiver Version den Planungsträgernzur Umsetzung in ihren Instrumenten übergeben werden. Welche weiteren konzeptionellen Anschluss- und Vertiefungsarbeiten seitens der RZU nötig sind, wird sich weisen.

Der RZU-Raum ist ein urbaner Ballungsraum, in dem die Erholung eine besonders grosse Bedeutung für die Wohn- und Arbeitsbevölkerung hat. Das hat schon die Erarbeitung des Raumentwicklungsleitbilds «Siedlung und Verkehr» deutlich gemacht. Im Zuge der Erarbeitung der Regio-ROKs haben die Regionen als Ergänzung und Konkretisierung des Landschaftssystems_RZU die Kategorie «Erholungsgebiete von überregionaler Bedeutung» eingeführt. Die fortlaufende innere Verdichtung wird das Bedürfnis nach Räumen zur Erholung, namentlich zur Naherholung, weiter verstärken. Das RZU-Arbeitsprogramm 2011 sieht ein Projekt «Schlüsselräume des Landschaftssystems» vor, das sich auch an den Ergebnissen des Projekts«Metropolitanraum als Parklandschaft» der Metropolitankonferenz Zürich orientieren soll. Letzteres enthält die Idee eines «Parkzellen-Netzes». Die verschiedenen Inspirationen, Anliegen und Absichten, die es zur Erholung und Naherholung im RZU-Gebiet gibt, will die RZU zu einem Konzept «RZU-Park-Netz» verdichten.

Das planungsstrategische Grundproblem mit der Landschaft ist, dass der Wald und die Gewässer durch Spezialgesetzgebungen und das Landwirtschaftsgebiet im Bereich Fruchtfolgeflächen (FFF) durch Verordnungen der praktischen Gestaltung entzogen sind. Wie diesen Gegebenheiten konzeptionell etwas entgegengestellt werden kann, sollte in grundlegenden Überlegungen bedacht werden. Ebenfalls sollten Hinterfragungen Dritter verfolgt werden, z.B. die jetzt doch einmal anlaufenden Diskussionen zum Wald, u.a. unter dem Schlagwort «urban forestry».

3. Dachfunktion stärken

An seiner Strategieklausur vom 14. Juli 2011 hat der RZU-Vorstand festgehalten, dass die RZU ihre Grundaufgabe als Dachverband klar erkennbar wahrnehmen soll. Die «Dachfunktion stärken» bildet deshalb einen Schwerpunkt des Arbeitsprogramms 2012.

Zu diesem Zweck sind die laufenden Arbeiten am RZU-Gesamtentwicklungskonzept weiter zu führen. Diese umfassen die Vertiefung der RZU-Synthese Regio-ROKs, die Umlegung raumkonzeptioneller Vorstellungen Dritter auf das RZU-Gebiet, z.B. die des Bundes in seinem Raumkonzept Schweiz, sowie weitere konzeptionelle Ergänzungen.

Seit Jahren erachtet es die RZU als eine ihrer Aufgaben, die Funktion einer «Plattform» wahrzunehmen. Regelmässig, 2 bis 4 mal pro Jahr, finden «Plattform-Veranstaltungen» als erweiterte Vorstandssitzungen statt, zu denen jeweils je nach Thema externe Fachleute sowie Planungsträger von ausserhalb des RZU-Gebiets eingeladen werden. Als Plattform-Veranstaltung wurde auch das Symposium «Raumplanung und Klimawandel» durchgeführt. In Erweiterung undSpezifizierung der Plattform-Funktion soll ein interdisziplinäres «RZU-Regionalforum» geschaffen werden. In der Verbindung der Begriffe «Forum» und «RZU» schweben verschiedenste Vorstellungen im Raum. Insgesamt geht es gemäss dem Ausschuss des RZU-Vorstands darum, ein Informations- und Diskussions-Gefäss zu schaffen und über längere Zeit zu betreiben, das sich für unterschiedliche Themen, Teilnehmer und Adressaten eignet, aber trotzdem «eine Linie»besitzt. Vorrangig ist deshalb ein Konzept «RZU-Regionalforum» zu erarbeiten, das Qualität vor Quantität stellt. In diesem Konzept sind auch die Fragen zu klären, ob und wie sich die RZU in die öffentlichen Diskussionen von aktuellen Projekten einschalten soll und wie Foren für den Austausch mit der Bevölkerung eingesetzt werden könnten.

Die Dachfunktion der RZU soll auch durch ein deutlich zu steigerndes Angebot an Fortbildungskursen und -veranstaltungen verstärkt werden.

Schliesslich sollen immer wieder Übersichten erstellt und so Transparenz zu laufenden Planungen und Projekten sowie zu aktuellen Themen geschaffen werden.

19. Oktober 2011/DK