Tätigkeit

Der Planungsdachverband RZU vernetzt Personen und Inhalte, vermittelt zwischen Interessen, vertritt Positionen, denkt voraus und informiert. Die RZU und ihre Mitglieder engagieren sich gemeinsam für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region Zürich und Umgebung. Für die Jahre 2019–2023 haben sie folgende drei Tätigkeits-schwerpunkte gesetzt:
  • Spannungsfelder der Innenentwicklung;
  • Mobilität im RZU-Gebiet: Entwicklungen, Trends und Konsequenzen;
  • Entwicklung des Gebiets ausserhalb der Bauzone.

Das Mehrjahresprogramm 2019–2023 kann hier (pdf, 0.9mb) heruntergeladen werden. Das Dokument enthält auch die Inhalte und Gefässe des Jahresprogramms 2019/20.

Generell setzen sich die RZU und ihre Mitglieder für eine koordinierte räumliche Entwicklung und für die Abstimmung der Regionalplanungen im RZU-Gebiet ein. Gemeinsam engagieren sie sich für eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung, für zukunftsfähige Mobilität und angemessene Infrastruktursysteme. Zusammen setzen sie sich für die Pflege der reichhaltigen Kultur- und Naturlandschaft des RZU-Gebiets sowie für stufengerechte kooperative und partizipative Planungsprozesse ein. Die RZU setzt sich aktiv und wirksam für die Anliegen und Interessen ihrer Mitglieder ein. Sie nutzt dazu ihre zentralen Stärken: sie ist unabhängig und verfügt über Fachkompetenz, sie führt Prozesse effizient und zielorientiert durch und sie bringt die politischen Entscheidungsträger und die Planungsfachleute zusammen. So können inhaltlich wertvolle und breit abgestützte Ansätze und Lösungen erarbeitet werden.

Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zur wirksamen Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung

ZIELE
  • Bereitschaft für einen kooperativen Modus der Planung wecken
  • Missverständnisse klären bzgl. Partizipation, d.h. gezielt und bewusst beteiligen
  • Differenzierungen schaffen bzgl. Situationen, Formaten, Begriffen
  • Spielarten von Zusammenarbeit ergründen 
 
ZEITRAUM 2017-2018
 
VERANTWORTLICH Witali Späth, Hans-Ruedi Beck

PARTNER Gemeinde-VertreterInnen, themenrelevante ExpertInnen

OUTPUT 
3 dokumentierte Veranstaltungen:
#1 - 30. März 2017 «Aus Erfahrungen schöpfen» (Dokumentation, 8mb)
#2 - 5. Oktober 2017 «Von Beispielen lernen» (Dokumentation, 6mb)
 

#3 - 8. März 2018 «Arbeitsweisen erkennen» (Dokumentation, 6mb)

 
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Warum ein Erfa-Prozess zur wirksamen beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung?

Innenentwicklung ist als Thema allgegenwärtig — das ist kein Zufall. Nach Jahrzehnten des Siedlungswachstums nach aussen besteht heute das politisch breit akzeptierte Ziel, die künftige Siedlungsentwicklung in bereits bebaute und gut erschlossene Gebiete zu lenken. Innenentwicklung ist jedoch nicht nur eine Frage der baulichen Verdichtung oder der Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen, sondern betrifft auch Bereiche wie z.B. Bildung, Beschäftigung oder Altersversorgung. Zudem erfordert sie auch den angemessenen Einbezug von Grundeigentümern, Wirtschaft und Bevölkerung. Dementsprechend rückt die Innenentwicklung das Zusammenspiel zwischen verschiedenen staatlichen und privaten Akteuren und ihren jeweiligen Interessen in den Vordergrund. Politik und Planung müssen geeignete Formen des Austauschs und der Kooperation finden, um ihre Ziele im Bereich der Innenentwicklung verfolgen und gemeinsame Lernprozesse ermöglichen zu können.

Welche Ziele, Themen und Arbeitsweisen wird der Erfa beinhalten?

Im Erfa werden die Arbeit mit konkreten Beispielen sowie die Erfahrungen der Teilnehmenden und externen Experten im Vordergrund stehen. Die «Epoche der Innenentwicklung» ist zwar jung, es gibt aber bereits wertvolle Erfahrungen, aus denen man lernen kann. Zudem besteht im RZU-Mitgliederkreis viel Wissen über die Zusammenarbeit mit Interessenvertretern und Bevölkerung, das im Rahmen des Erfa eingebracht und diskutiert werden kann. Eine fundierte Auseinandersetzung mit konkreten Fällen soll die Basis für einen gemeinsamen Lernprozess bilden, der die Teilnehmenden bei der Suche nach angepassten Formen der Zusammenarbeit in der Innenentwicklung unterstützt.

1. Aus Erfahrungen Schöpfen - am 30. März 2017

In der ersten Veranstaltung des Erfa «zusammen wirken» konnten die Teilnehmenden verschiedenartige Herausforderungen der Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung erkunden und so relevante Themenfelder zur Vertiefung im weiteren Erfa-Prozess erarbeiten. Im Anschluss an eine thematische Orientierung durch Michael Emmenegger, schilderten VertreterInnen aus acht RZU- Gemeinden in einem «Werkstattbericht» ihre konkreten Erfahrungen mit Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung. In daran anschliessenden Workshops konnten die Teilnehmenden die Inhalte diskutieren und mit eigenen Einschätzungen spiegeln.

2. Von Beispielen lernen - am 5. Oktober 2017

Die zweite Veranstaltung des Erfa «zusammen wirken» vom 5. Oktober 2017 drehte sich um lehrreiche Beispiele der Beteiligung und Kooperation. Vorgestellt wurden insgesamt sieben verschiedenartige Praxiserfahrungen von ExpertInnen aus den Bereichen Planung, Moderation und Prozessmanagement. Die etwa 30 Teilnehmenden konnten anschliessend zwei Fallbeispiele ihrer Wahl intensiver kennenlernen und diskutieren. Die Gespräche brachten zentrale Aspekte hervor, zu denen Erkenntnisse gewonnen werden konnten, welche in der letzten Veranstaltung am 8. März 2018 schliesslich in konkrete Handlungsoptionen überführt werden sollen.

3. Arbeitsweisen erkennen - AM 8. MÄRZ 2018

In der dritten Veranstaltung des Erfa «zusammen wirken» sollen im ersten Teil die bislang gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam reflektiert werden. Mit der Diskussion von Thesen soll eine Grundhaltung gefestigt werden, die für die Gestaltung wirksamer Kooperations- und Beteiligungsprozesse notwendig ist. Darauf aufbauend werden ExpertInnen im zweiten Teil konkrete Anregungen für mögliche Arbeitsweisen liefern.